Ein betrunkener Fahrgast hat in der S-Bahn-Linie 25 in Hennigsdorf eine Sicherheitsmitarbeiterin der Deutschen Bahn attackiert und verletzt. Die 24-jährige Frau kam in ein Krankenhaus, wie die Bundespolizeidirektion Berlin am Freitag mitteilte.
Die Frau hatte den am Boden liegenden, stark angetrunkenen Mann am Donnerstagnachmittag zunächst geweckt. Daraufhin ging dieser plötzlich auf sie los, trat ihr gegen das Schienbein und das Knie.
Außerdem beleidigte der Mann die Bahnmitarbeiterin und versuchte, ihr zwischen die Beine zu greifen. Gemeinsam mit zwei Kollegen konnte sie den 27-Jährigen überwältigen und an eintreffende Bundespolizisten übergeben.
Der wohnungslose Angreifer ist der Polizei bereits einschlägig bekannt. Allein im vergangenen Jahr wurde er bei 15 Straftaten erwischt. Die Sicherheitsmitarbeiterin erlitt laut Polizeibehörde Prellungen.
Schon zuvor Attacke in S-Bahn
Ebenfalls kam es Ende März in einer S-Bahn der Linie 75 in Fahrtrichtung Wartenberg zu einer Gewaltattacke, bei der ein 28 Jahre alter Mann aus Friedrichsfelde verletzt worden ist.
Der 28-Jährige wollte am 22. März 2013 gegen 18:35 Uhr bei einem Streit zwischen den Tätern und einer Reisenden schlichtend eingreifen, als diese ihn plötzlich ohne Vorwarnung angriffen. Die S-Bahn befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade zwischen den Bahnhöfen Lichtenberg und Springpfuhl.
Einer der Täter schlug dem Geschädigten ins Gesicht und trat mehrfach gegen dessen Oberkörper und Kopf. Der zweite Täter schirmte die Handlungen seines Komplizen ab. Außerdem forderte er weitere im Wagen befindliche Fahrgäste auf, sich nicht in die Auseinandersetzung einzumischen.
Erst als sich eine Reisende traute, die Täter trotz der Drohung anzusprechen, ließen sie von ihrem Opfer ab. Beim Halt am Bahnhof Springpfuhl flüchteten die Männer unerkannt aus der S-Bahn.
Die Bundespolizei sucht nun nach Zeugen, die sachdienliche Angaben zu den beiden bisher unbekannten Tätern machen können. Sachdienliche Hinweise zu den Tätern oder zur Tat selbst nimmt die Bundespolizeiinspektion Berlin-Ostbahnhof unter der Rufnummer 030/ 297779-0 entgegen. Zudem kann auch die kostenlose Servicenummer der Bundespolizei (0800-6888000) genutzt werden.
dpa/BM/oje




