Der Stiftungsrat der Deutschen Klassenlotterie Berlin unterstützt mit der ersten Ausschüttung von Geldern in diesem Jahr 31 Projekte, Initiativen und Einrichtungen in Berlin. 9,3 Millionen Euro werden dabei verteilt, wie das Gremium bei seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen hat.
Das Geld stammt aus den Einnahmen der Klassenlotterie: Von jedem Euro, der in Berlin fürs Lottospielen ausgegeben wird, werden gut 20 Cent von der Lottostiftung für gemeinnützige Projekte verwendet. 2012 wurden so in vier Ausschüttungen mehr als 50 Millionen Euro verteilt.
Mit 642.000 Euro bekommt die Stiftung Topographie des Terrors einen der größten Beträge für ein Einzelprojekt. Mit dem Geld wird die Dauerausstellung in Schöneweide mitfinanziert, die am historischen Ort eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers deren Schicksal sowie Praxis und Organisation der Zwangsarbeit in der NS-Zeit dokumentiert. Die Ausstellung ist ab Mai zu besichtigen.
Geld für die Resozialisierung Strafgefangener
145.000 Euro gehen zum Beispiel an ein Projekt zur Resozialisierung Strafgefangener. Bei „Putzwerk Berlin“ werden Inhaftierte in dreimonatigen Seminaren zu Gebäudereinigern qualifiziert. Das soll ihnen nach der Entlassung die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.
Aber auch kleinere Beträge werden ausgezahlt. So bekommt etwa die Kunststiftung Poll 50.000 Euro für eine Ausstellung italienischer Motive deutscher Maler in der Zitadelle Spandau. Der Verein Mit-Menschen erhält einen Zuschuss von 6500 Euro für eine Tanzveranstaltung von Menschen mit und ohne Behinderung im kommenden August.
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