Die monatliche Sofortrente eines Lottogewinners über 7500 Euro ist verfallen. Noch bis zum Wochenende hätte sich der vermeintliche Glückspilz melden können, der Anspruch auf eine lebenslange Sofortrente hatte. Der Gewinn entspricht immerhin einer Gesamthöhe von stolzen 2,1 Millionen Euro.
Die Frist lief am Sonnabend (12. Januar 2013) jedoch nach 13 Wochen ab. Jetzt verfällt der Gewinnanspruch, wie Westlotto-Sprecher Axel Weber am Montag mitteilte. Der anonyme Spieler hatte am 8. Oktober 2012 für 10,10 Euro in Düsseldorf seinen Schein für die Lotterie Glückspirale abgegeben. In der Ziehung am 13. Oktober lief dann alles positiv. Nur der Gewinner meldete sich nicht - bis heute.
Zuerst fahndete die Lottogesellschaft mit Hilfe der lokalen Medien in Düsseldorf und Umgebung nach dem Gewinner. Im Dezember 2012 weitete Westlotto seine Suche aus. „Wir vermuten jetzt, dass es sich vielleicht um einen Messebesucher am Rhein handelte. Der könnte natürlich aus ganz Deutschland kommen“, sagte Lotto-Sprecher Weber gegen Ende des Jahres 2012.
Bundesweit lief die Suche – aber ohne Erfolg. Aufrufe über die Medien blieben erneut ohne Wirkung. Ein letzter Appell in der vergangenen Woche brachte nichts. „Wir würden uns riesig freuen, wenn noch jemand am letzten Tag auftaucht“, sagte Westlotto-Sprecher Axel Weber am vergangenen Freitag.
Die 2,1 Millionen Euro, die die Lottogesellschaft für diesen Gewinn reserviert, fließen jetzt laut Regularien wieder in den Lotto- und Toto-Topf zurück. Per Sonderauslosung geht die Summe dann an andere Gewinner. „Auch wenn der Glückspilz nun zu einem Pechvogel geworden ist, können wir davon ausgehen, dass der anonyme Lottospieler von seinem Gewinn wohl nie etwas erfahren wird. Somit schließen wir die Suche mit einem weinenden und einem lachenden Auge ab“, sagte Weber zu diesem eher seltenen Fall.
dpa/sei


