Mehrere sogenannte Warenkreditbetrüger sind am Freitag in Berlin beim Abfangen von Paketen beobachtet und dann festgenommen worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, waren darunter auch drei Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren. Aufmerksame Nachbarn bemerkten zunächst, wie das Trio in der Titiseestraße in Waidmannslust Namen auf einem Klingelschild überklebten und später bei Hausbewohnern die angeblich an sie adressierten Päckchen abholten. Die drei wurden gegen 19.30 Uhr in einem Bus der Linie 122 festgenommen. Bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen entdeckte die Polizei bei einem 17-Jährigen weitere Beutestücke.
Auf ganz ähnliche Weise versuchten in der Emdener Straße in Moabit zwei Frauen, an die zuvor unter falschem Namen bestellten Warenlieferungen heranzukommen. Misstrauisch wurde der Paketbote, als er den zweiten Tag in Folge gleich mehrere Pakete an die Adresse liefern musste. Schließlich alarmierte er die Polizei, da der Name der Frau an der Tür nicht mit dem Namen der Bestellerin übereinstimmte. Die beiden 39 und 34 Jahre alten Frauen liefen den Polizisten im Hauseingang mitsamt der vollbepackten Taschen in die Arme.
dpa/ap



