Mehrere Aktivisten des „Berliner Bärenbündnisses“ haben den Bärenzwinger am Köllnischen Park in Mitte besetzt. Etwa sechs Personen hätten am Dienstagvormittag das Gehege umstellt und seien auch auf das Dach geklettert, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Tierschützer kündigten an, bis zum Eintreffen der Polizei ausharren zu wollen. Auf einem Plakat forderten sie: „Tierqual ist keine Tradition. Freiheit für Maxi und Schnute“. Sie wollen eigenen Angaben zufolge erreichen, dass die beiden Braunbären schnellstmöglich in eine Bärenauffangstation gebracht werden.

Seit Jahren kritisieren Tierschutzverbände die Haltungsbedingungen der Bären im historischen Zwinger. Aus Sicherheitsgründen haben sie nur wenige Quadratmeter zur Verfügung. Das „Berliner Bärenbündnis“ moniert dies als „nicht mehr zeitgemäß“. Angesichts der Haushaltslage des Bezirks Mitte könnte die Forderung Erfolg haben. Die Haltung der zwei Bären, die als Symbol für das Wappentier der Hauptstadt stehen, kostet jährlich 60.000 Euro.

dapd/alu