Das „Berliner Bärenbündnis“ will die Schließung des Berliner Bärenzwingers erzwingen. Der Zusammenschluss mehrerer Tierschutzorganisationen trifft sich am Donnerstagvormittag zu einer Demonstration in der Berliner Innenstadt.

Geplant ist eine „provokante Aktion“ vor dem Rathaus Mitte, wie das Bündnis am Mittwoch mitteilte. Die Organisation plant darüber hinaus, eine Liste mit Einrichtungen und Projekten zu veröffentlichen, die vor dem Aus stehen oder deren Gelder gekürzt werden.

Kritik an der Haltung der Braunbären

Die Haltung der beiden Braunbären Maxi und Schnute steht seit Jahren in der Kritik der Tierschützer. Die Größe des Geheges sei nicht artgerecht, so der Vorwurf. Das Bärenbündnis setzt sich daher seit längerem für die Umsiedelung der lebenden Berliner Wahrzeichen ein.

Durch eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen hatte sich vor Kurzem herausgestellt, dass der jährliche Unterhalt wesentlich teurer ist, als bislang angenommen. Die Kosten belaufen sich nicht wie veranschlagt auf 60.000 Euro, sondern auf rund 90.000 Euro. „Für Spiel- und Sportplätze fehlt das Geld, für Tierquälerei wird es ausgegeben“, sagte daraufhin ein Sprecher des Bärenbündnisses.

Tierschützer fordern Umdenken

Nun wollen die Tierschützer nicht länger hinnehmen, dass die Verwaltung an dem Zwinger im Köllnischen Park festhält. Vor allem angesichts der prekären Haushaltslage könne der Zustand nicht länger akzeptiert werden.

Im Jahr 1939 wurde der Berliner Bärenzwinger im Köllnischen Park nahe dem Märkischen Museum eröffnet. Seit 1986 leben in der historischen Zwingeranlage die zwei Braunbären Maxi und Schnute. Da der Bau unter Denkmalschutz steht, kann er nicht erweitert werden. Der Zwinger wird vom Bezirksamt Mitte/ Tiergarten betreut, dem auch die Bären gehören.

ddp/pas