Berlin

Fünf Hinweise auf Mutter des Babys von der Charité-Toilette

Das Neugeborene war am Sonntag auf einer Toilette des Krankenhauses ausgesetzt worden. Bislang ist die Suche nach der Mutter erfolglos.

Bei der Polizei sind am Dienstag fünf Hinweise zur Herkunft des Babys eingegangen, das am Sonntag auf einer Toilette der Berliner Charité ausgesetzt worden war. Das zuständige Kommissariat müsse diese Hinweise nun auswerten, sagte eine Sprecherin der Polizei. Mit Aushängen auf dem Campus Virchow-Klinikum in Berlin-Wedding und in der Umgebung sucht die Polizei nach Zeugen. Auch im Internet haben die Ermittler einen Aufruf gestartet.

Die Polizei sucht nach Menschen, die eine Frau kennen, die bis vor kurzem noch schwanger war, jetzt aber kein Kind hat. Außerdem fragt sie, wer in der Nacht zu Sonntag oder am Sonntagmorgen auf dem Gelände der Klinik Dinge beobachtet hat, die im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten.

Das Neugeborene war am Sonntagmorgen im Campus Virchow-Klinikum der Charité in Berlin-Wedding ausgesetzt worden. Eine Reinigungskraft hatte das Kind um 8.20 Uhr auf einer Besuchertoilette im Bereich der Kinderrettungsstelle entdeckt. Der Säugling ist 3640 Gramm schwer und 51 Zentimeter groß.

Nach Polizeiangaben war das Baby in eine rosa-weiße Decke mit Schmetterlingsmotiven eingewickelt. Zudem trug der Säugling eine rot-weiß gestreifte Mütze, eine türkisfarbene Strumpfhose und ein rosafarbenes Hemdchen.

Eine erste Untersuchung des Neugeborenen ergab, dass der Säugling erst wenige Stunden alt war. Das Findelkind wird jetzt in dem Krankenhaus betreut und ist nach Angaben der Ärzte wohlauf. Es soll dem Jugendamt übergeben werden.

Hinweise an das Landeskriminalamt, Tel.: (030) 46 64 91 255 oder jede andere Dienststelle der Polizei.