Nach Frühchentod

Entlassenes Frühchen mit Darmkeimen zurück in Charité

Ein mit Serratia-Darmkeimen infiziertes Baby, das bereits entlassen wurde, musste wieder in der Charité aufgenommen werden.

Ein bereits entlassenes Frühchen mit Serratia-Darmkeimen ist am Dienstag wieder in der Charité aufgenommen worden. Bei dem Kind sei ein Infekt der oberen Luftwege festgestellt worden; ihm gehe es gut, sagte eine Sprecherin der Charité.

Das herzkranke Baby, das nach einem Aufenthalt in der Charité Anfang Oktober im Deutschen Herzzentrum gestorben war, war mit Serratia-Keimen infiziert. Die Charité hält die Keime aber nicht für die Todesursache. Darüber hinaus werden in der Charité sechs Kinder behandelt, die sich an den Keimen infiziert haben. Bei sechs weiteren Kindern wurden die Keime nachgewiesen. Im Herzzentrum liegen laut Gesundheitsamt ein infiziertes Kind und Kind mit Keim-Nachweis.

Noch keine Obduktionsergebnisse

Von der Obduktion des vermutlich an einem Darmkeim gestorbenen Babys steht das Ergebnis noch aus. „Es ist in Kürze damit zu rechnen, aber am Dienstag nicht mehr“, sagte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft am Dienstag. Das herzkranke Baby, das Anfang Oktober im Deutschen Herzzentrum gestorben war, erlag möglicherweise einer Infektion mit Serratia-Keimen, die es sich zuvor in der Charité zugezogen haben könnte. Die Eltern hatten ihr Kind jedoch schon bestatten lassen, so dass der Leichnam zur Obduktion exhumiert werden musste. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Vorwurfs fahrlässiger Tötung.