Die Flüchtlinge am Brandenburger Tor setzen ihren Protest trotz strenger Auflagen und regnerischen Wetters auch knapp eine Woche nach Beginn ihres Hungerstreiks fort. Die Polizei habe erneut mehrere Gegenstände beschlagnahmt, die gegen die Versammlungsauflagen verstießen, darunter Decken, Schlafsäcke und Kissen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Eine Räumung der Kundgebung sei jedoch nicht geplant. Den Angaben zufolge waren etwa 40 Aktivisten vor Ort.

Mit der Aktion „Refugee Protest March to Berlin“ protestieren Flüchtlinge und Unterstützer, darunter zahlreiche Mitglieder der Piratenpartei, gegen die geltenden Asylgesetze. Sie waren vor drei Wochen nach einem 600 Kilometer langen Protestmarsch aus Würzburg in Berlin angekommen und hatten in Kreuzberg mit der Genehmigung des Bezirks ein Lager aufgeschlagen.

Am vergangenen Mittwoch hatten etwa 20 Flüchtlinge zudem vor dem Brandenburger Tor ein Zelt aufgebaut und waren in einen Hungerstreik getreten. Die Polizei baute das Zelt wieder ab, genehmigte die Versammlung jedoch unter Auflagen.

dapd/bee