Bei der Berliner S-Bahn ist es am Montagmorgen mitten im Berufsverkehr zu zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen gekommen. Grund war ein umfangreicher Polizei- und Feuerwehreinsatz zwischen den S-Bahn-Stationen Baumschulenweg und Schöneweide. Dort war nach Angaben der Polizei ein Mensch unter einen Zug geraten und ums Leben gekommen.

Nach Angaben eines Bahnsprechers musste der Betrieb auf der Strecke für mehr als eineinhalb Stunden unterbrochen werden. Betroffen waren die S-Bahn-Linien 8, 9, 45, 46 und 47. Nach Angaben der S-Bahn wurde zeitweise ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Besonders schwierig war die Lage für rund 500 Fahrgäste, die wegen des Einsatzes in ihrem Zug kurz vor dem S-Bahnhof Baumschulenweg eingeschlossen waren. Die Evakuierung der Reisenden hat sich laut einem Bahnsprecher als besonders schwierig erweisen, weil der Zug auf freier strecke ausgerechnet auf einer Brücke zum Stehen gekommen war. „Es mussten erst einmal ausreichend Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr herangeführt werden, bevor wir mit der Evakuierung des Zuges um 7.46 Uhr beginnen konnten“, so der Bahnsprecher. Weil die Wagen nur einzeln geräumt werden konnten, dauerte die gesamte Evakuierung bis 9.15 Uhr. Nach Bahnangaben habe es dabei keine größeren Zwischenfälle gegeben.

Für weitere Probleme im S-Bahn-Verkehr am Montagmorgen sorgte eine Weichenstörung im Ostbahnhof. Dadurch kam es ab 7 Uhr auf den Linien S5, S7 und S75 zu Verspätungen und Zugausfällen. Die Züge der S75 konnten den gesamten Vormittag nur zwischen Wartenberg und Lichtenberg fahren.

BMO/fü