Fünf Wochen nach seiner Haftentlassung hatte ein vorbestrafter Sexualtäter erneut einen zwölfjährigen Jungen missbraucht. In seinem Prozess vor dem Berliner Landgericht gestand der 46-Jährige am Donnerstag zwei Übergriffe auf den Jungen pauschal und entschuldigte sich. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten auch einen Verstoß gegen das Kontaktverbot zu Kindern vor.

Der Zwölfjährige war kurz vor den sexuellen Übergriffen mit seiner Mutter aus Leipzig nach Berlin gekommen. Der Angeklagte, den eine Freundin der Mutter kannte, bot an, den Jungen bei sich übernachten zu lassen. Im Januar 2012 kam es an zwei Tagen in der Wohnung des Angeklagten im Stadtteil Marzahn zu Oralverkehr.

Ende November 2011 hatte der 46-Jährige drei Jahre und neun Monate Haft wegen sexuellen Missbrauchs von zwei zwölfjährigen Jungen verbüßt. Der gebürtige Brandenburger hat 23 Vorstrafen seit 1983, darunter sieben einschlägige Verurteilungen.

dpa/bee