Neues Buch

Buschkowsky - „Klaus Wowereit redet Stuss“

Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) sorgt mit seinem Buch „Neukölln ist überall“ für eine neue Debatte um Integration und Islamismus.

Foto: Ole Spata / dpa

Zwei Jahre nach dem umstrittenen Buch von Thilo Sarrazin sorgt nun auch der Bürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD), mit einer Beschreibung von Integrationsproblemen für Aufsehen und Debatten.

In „Neukölln ist überall“ (ab 21. September) beschreibt Buschkowsky deutschenfeindliche Aggressionen, Integrationsverweigerung, Kriminalität und islamistische Tendenzen in seinem Bezirk und in der Einwandererszene. Gleichzeitig wirft er Berlins Regieren dem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) Ahnungslosigkeit über die tatsächlichen Probleme vor.

Buschkowsky sagte im Interview mit der „Zeit“, Wowereit beklage, Kinder könnten verhungern, wenn ihre Familien aus der Sozialhilfe Bußgelder bezahlen müssten. „Wo sind wir denn, dass ein Regierungschef so einen Stuss schreibt?“ Nötig seien klare Regeln auch für Einwanderer: Kindergartenpflicht, Ganztagsschulen und Sanktionen schon bei kleinen Regelverstößen.

„Wir müssen hin und wieder die Ohren langziehen“

„Wir müssen dort, wo alle Regeln für einen unverbindlichen Ulk gehalten werden, um den man sich nicht zu kümmern braucht, hin und wieder die Ohren langziehen“, betonte Buschkowsky. „Auch Integrationspolitik kommt ohne Sanktionen nicht aus. Falschparken wiegt bei uns schwerer als Schulschwänzen.“

Die Einwanderer-AG in der Berliner SPD warf Buschkowskys nach ersten Vorabdrucken aus dem neuen Buch Rechtspopulismus vor, weil er soziale Probleme nach der Herkunft der beteiligten Menschen einordne. „Die beste Bezirkspolitik für Neukölln kann nicht wiedergutmachen, was Heinz Buschkowsky mit seinem Mund einreißt“, teilte Aziz Bozkurt von der AG Migration und Vielfalt mit.

Der Neuköllner Bürgermeister stütze die „unheilvolle Argumentation von der Deutschenfeindlichkeit einer ideologisch verblendeten (Anmerkung der Red.: Familienministerin) Kristina Schröder“. In Internet-Kommentaren gab es dagegen viel Zustimmung.