„Leitbild 2020”

Berliner Bezirk Neukölln soll attraktiv ungestaltet werden

Mit der Aktion „Leitbild 2020” will sich der Bezirk einen neuen Anstrich geben - zunächst in Form einer Platz-Umgestaltung.

Foto: Sven Lambert

Der bisher eher für seine Probleme mit vielen Migranten und Hartz-IV-Empfängern bekannte Bezirk Neukölln will in Berlin viel weiter nach vorn. Mit seiner Aktion „Leitbild 2020: Jung, bunt erfolgreich!“ hat der Bezirk zahlreiche Aktionen unter Einbeziehung der Neuköllner Bürger angestoßen, um den Bezirk attraktiv umzugestalten. An diesem Freitag (17. August) soll mit dem symbolischen Spatenstich der Umbau des Platzes mit dem Namen Platz der Stadt Hof beginnen.

Er soll zum zentralen Platz an der Lebensader Neuköllns, der Karl-Marx-Straße werden, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Montag mit. Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD), Bau-Staatssekretär Ephraim Gothe (beide SPD) und Baustadtrat Thomas Blesing werden zur Schippe greifen.

Die Bürger waren in Form von Workshops direkt beteiligt und konnten so am Gestaltungsplan mitzeichnen. Im Pflaster des neuen Platzes werden die Einwohner Neuköllns aus über 160 Ländern durch acht Steinsorten symbolisiert, die für acht Weltregionen stehen (Deutschland, Naher/Mittlerer Osten, Osteuropa, Westeuropa, Ungeklärte Herkunft, Afrika, Ferner Osten und Amerika).

„An dieser Stelle wird nicht nur ein Platz mit einer hohen Aufenthaltsqualität entstehen, sondern auch ein Kunstobjekt, das den Kiez mit seinen Menschen spiegelt“, erklärte Gothe.