Bei einer Auseinandersetzung unter Jugendlichen ist ein 15-Jähriger vor einer Schule am Malchower Weg in Hohenschönhausen niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Nach Angaben der Polizei waren das Opfer und zwei Mitschüler am Mittwochmittag gegen 12.40 Uhr während einer Pause mit vier unbekannten Jugendlichen in Streit geraten. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll einer der Jugendlichen ein Messer gezückt und damit dem 15-Jährigen in den Oberkörper gestochen haben. Dann seien die vier Jugendlichen geflüchtet. Nach ihnen wird nun gefahndet. Die Polizei konnte am Mittwoch lediglich ausschließen, dass es sich bei den mutmaßlichen Tätern um Schüler der Schule am Malchower Weg handelt.
Die Feuerwehr brachte den 15-Jährigen kurz nach der Tat in ein Krankenhaus, wo er in den Nachmittagsstunden notoperiert wurde. Aufgrund seines kritischen Zustands konnte er am Mittwoch nicht mehr vernommen werden. Mehrere Stunden lang sperrte die Polizei den Bereich des Tatorts ab und suchte nach Spuren. Die weiteren Ermittlungen führt die fünfte Mordkommission des Landeskriminalamts. Auch Zeugenaussagen sollen in den nächsten Tagen ausgewertet werden.
Nach Informationen von Morgenpost Online soll es sich bei dem Opfer um einen Berliner Jugendmeister im Boxen handeln. Der 15-Jährige soll in die achte Klasse gehen. Die Auseinandersetzung am Mittwoch hat möglicherweise eine Vorgeschichte. So soll sich der 15-Jährige bereits am Vortag mit einem anderen Jugendlichen gestritten haben, der in Schülerkreisen als Drogendealer bekannt sein soll. Der soll wiederum seinen Cousin beauftragt haben, den 15-Jährigen niederzustechen. Der mutmaßliche Auftraggeber soll während der Tat nicht anwesend gewesen sein.



