+++ 13.27 +++ Streik der Flugbegleiter in Tegel beendet

Der Streik der Lufthansa-Flugbegleiter auf dem Flughafen Tegel ist beendet. Wie die Gewerkschaft Ufo am Dienstag mitteilte, kehrt das Kabinenpersonal an die Arbeitsplätze zurück. Stewardessen und Stewards der deutschen Lufthansa hatten seit 5 Uhr morgens die Arbeit niedergelegt, um den Druck in den festgefahrenen Tarifverhandlungen zu erhöhen. .

+++ 12.14 Uhr +++ Jeder zweite Lufthansa-Flug in Tegel fällt aus

Am Flughafen Berlin-Tegel dürfte an diesem Dienstag etwa jeder zweite Lufthansa-Flug wegen des Streiks der Flugbegleiter ausfallen. Das sagte Lufthansa-Sprecher Wolfgang Weber am Vormittag in Berlin. Die Flugbegleiter streiken bis zum Nachmittag in Berlin und Frankfurt, von 13 Uhr bis Mitternacht will dann das Kabinenpersonal in München die Arbeit niederlegen. Frankfurt und München sind Drehkreuze von Lufthansa. Wenn dort eine Crew ausfällt, müssen auch an anderen Flughäfen Verbindungen gestrichen werden. In Tegel starten und landen wochentags etwa je 70 Lufthansa-Flüge.

+++ 11.27 Uhr +++ Lufthansa rechnet mit weiteren Ausfällen

Die Lufthansa am Dienstag bis zum Vormittag mehr als 300 Flüge gestrichen. Neben zahlreichen innerdeutschen und europäischen Verbindungen fielen auch Interkontinentalflüge aus, wie die Lufthansa mitteilte. Wie viele Passagiere insgesamt vom Streik betroffen waren, konnte Lufthansa-Sprecher Boris Ogursky nicht sagen. Er berichtete aber, dass an den bestreikten Flughäfen Frankfurt am Main, Berlin und München große Teile des Flugplans nicht umgesetzt werden können.

Am größten deutschen Flughafen Frankfurt seien von den geplanten 370 Flügen die Hälfte der Kurz- und Mittelstreckenflüge und ein Drittel der Langstrecken dem Streik zum Opfer gefallen. In Berlin waren es bis zum Vormittag nur „vereinzelte“ der 40 geplanten Verbindungen, wie Ogursky sagte. „Mit weiteren Streichungen ist aber zu rechnen.“

+++ 10.57 Uhr +++ Lufthansa verteilt Tomatensaft am Boden

In Berlin-Tegel wurde nun auch der Direktflug nach Bologna gestrichen. Die Italiener sind verärgert, denn sie bekommen von der Lufthansa auch keine weiteren Informationen. Die Wartezeit am Informationsschalter beträgt inzwischen drei Stunden. Richtig sauer ist Gian L., er ist Immobilienmakler aus Bologna und hat nun schon mindestens einen halben Arbeitstag verloren. "Es ist alles ok, wenn ich heute noch in Italien ankomme. Einen weiteren Ausfalltag kann ich mir einfach nicht leisten." Die Wartenden werden mit Getränken versorgt. Die Lufthansa verteilt inzwischen Tomatensaft am Boden.

+++ 10.29 Uhr +++ „Faustschläge ins Gesicht unserer Kunden”

Lufthansa-Sprecher Klaus Walther ist über den Streik absolut nicht amüsiert: „Das hat nichts mehr mit Nadelstichen zu tun”, sagt er, ”sondern das sind Nackenschläge oder Faustschläge ins Gesicht unserer Kunden. Hier streikt eine Gewerkschaftsführung gegen die Kunden. Und das kann nicht sein.“

+++ 10.06 Uhr +++ Ufo zufrieden

Der Sprecher der Gewerkschaft Ufo, Alexander Behrens, zeigte sich zufrieden mit der Streikbeteiligung. Für die Unabhängige Flugbegleiter Organisation habe Tegel wegen der dort von der Lufthansa bereits praktizierten Leiharbeit Symbolwert.

+++ 9.52 Uhr +++ Anschlussflüge meist mit Air Berlin

Ob Umbuchen oder Auskünfte - wer Hilfe brauchte, musste mit einer Wartezeit von rund einer Stunde rechnen. Wer zum Beispiel nach Frankfurt wollte, konnte auf die Bahn umsteigen. Manche fuhren auch wieder nach Hause und erhielten ihren Flugpreis zurück. Wer Anschlussflüge brauchte, wurde auch auf andere Airlines umgebucht, meist Air Berlin. Andere sollten einen Direktflug von Berlin nach New York bekommen, statt über Frankfurt zu fliegen.

+++ 9.34 Uhr +++ Reisende zeigen Verständnis

Vor dem Lufthansa-Serviceschalter bildete sich eine lange Schlange. Reisende äußerten aber auch Verständnis für den Streik. Die Gehälter müssten angepasst werden, sagte die 27-jährige Berlinerin Cathleen Grucza, die über Frankfurt nach Mexiko fliegen wollte. Man habe ja früh genug reagieren können, weil man sich einstellen konnte, sagte die Frau und machte sich selbst Mut: „Der Urlaub kann nur besser werden.“ Sie erhielt einen Flug über Zürich.

+++ 9.11 Uhr +++ "Vor meinem Chef ist mir die Sache unangenehm"

In Berlin-Tegel sitzt Raik K. fest. Seine Reise sollte nur nach Düsseldorf gehen. Er wollte zu einem Kongress, "aber das wird wohl nichts", sagt er. Er kann die Veranstaltung nicht besuchen. "Vor meinem Chef ist mir die Sache unangenehm", sagt er weiter.

+++ 8.56 Uhr +++ Ufo rechnet mit 400 Flugausfällen

Die Lufthansa hat zunächst an den drei Flughäfen Frankfurt, Berlin und München 204 Flüge gestrichen. Die Gewerkschaft UFO rechnete für den gesamten Tag mit dem Ausfall von etwa 400 Flugverbindungen der Kranichlinie. Im Frankfurt, wo die meisten Flüge ausfallen, nannte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther die Streiktaktik der Gewerkschaft „unerträglich“. Er fordert sie auf an den Verhandlungstisch zurückzukehren. „Die Türen dafür sind weit offen“, betonte er. Das Lohnangebot der Lufthansa an die Gewerkschaft habe sich nicht verändert.

+++ 8.00 Uhr +++ "Mein Gepäck ist jetzt weg"

Die Schlange vor dem Informations- und Ticketschalter in Berlin-Tegel wird immer länger. Inzwischen geht sie an einem Duty-Free-Shop, eine Kaffeestand und zwei Check-ins vorbei. "Ich bin fassungslos", sagte Reiner P. Der Berliner, der für einen Geschäftstermin nach Köln-Bonn fliegen wollte, ist wütend. "Nachdem ich meinen Koffer abgegeben habe und durch den Sicherheitscheck war, sagen die mir, der Flug ist gestrichen. Mein Gepäck ist jetzt weg. Man kann nirgendwo anders hinfahren". Am frühen Morgen hatten Lufthansa-Mitarbeiter P. noch versichert, Flüge nach Köln-Bonn wären nicht betroffen.

+++ 8.16 Uhr +++ Mehr als 20 Flugausfälle in Berlin-Tegel +++

Wegen des Streiks der Lufthansa-Flugbegleiter fallen am Dienstag mehr als 20 Flüge von und nach Berlin-Tegel aus. Von 5.00 bis 13.00 Uhr streiken die Stewards und Stewardessen in Berlin. Gestrichen seien bis zum Mittag alle Flüge von und nach Frankfurt am Main, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Morgen. Auch Flüge von und nach Stockholm, Bologna und Düsseldorf entfallen wegen des Ausstands.

+++ 7.52 Uhr +++ Reisende in Tegel sind schockiert

Paul B. steht wie Dutzende andere in der Warteschlange vor dem Informationschalter in Berlin-Tegel. "Ich habe von nichts gewusst und bin geschockt. Ich wollte für nur vier Tage nach New York – und jetzt fehlt mir schon ein ganzer Tag". B. war auf der Internationalen Funkausstellung und "will nur weg".

+++ 7.31 Uhr +++ Die Gewerkschaft droht mit flächendeckendem Streik

Sollte das Unternehmen nach der zweiten Streikwelle am Dienstag bei seiner „arroganten Linie“ bleiben, machten weitere Nadelstiche voraussichtlich keinen Sinn mehr, sagte Gewerkschaftschef Nicoley Baublies. Am Mittwoch sei ein flächendeckender Streik aber noch „unrealistisch“ und wegen der zu erwartenden Auswirkungen der zweiten Streikwelle vom Dienstag auch nicht notwendig. „Am Mittwoch wird noch genug Chaos herrschen“, sagte der Ufo-Chef. Man wolle der Lufthansa zudem auch Zeit für eine Reaktion einräumen.

+++ 7.12 Uhr +++ Flüge von Berlin nach Düsseldorf fallen aus

Nicht nur die Flüge von Berlin nach Frankfurt, auch die nach Düsseldorf fallen aus. Flugreisende nach München und Düsseldorf erhalten teilweise Zugfahrscheine.

+++ 7.04 Uhr +++ Gewerkschaft: Flugbegleiter der Lufthansa streiken in München

Nach Frankfurt und Berlin legen die Flugbegleiter der Lufthansa heute auch in München die Arbeit nieder. Der Ausstand soll von 13.00 Uhr bis Mitternacht dauern, teilte die Kabinengewerkschaft Ufo am Dienstag mit.

+++ 6.13 Uhr +++ 14 Flüge von und nach Frankfurt am Main

Wegen des Streiks der Lufthansa-Flugbegleiter kommt es am Dienstagvormittag zu zahlreichen Flugausfällen von und nach Berlin-Tegel. Von 5.00 bis 13.00 Uhr streiken die Stewards und Stewardessen in Berlin. Noch ist kein allzu großes Chaos in Tegel. Nur die Flüge nach Frankfurt sind gestrichen. Bis zum Ende des Ausstands gibt es nach ersten Angaben der Flughafeninformation 14 Flüge von und nach Frankfurt am Main. Die Fluggäste werden gebeten, sich vor Flugantritt über die Situation zu informieren. Bereits am Freitag waren bei einem Streik in Frankfurt zahlreiche Flüge ausgefallen.

In Berlin-Tegel gibt es täglich etwa 70 Starts und 70 Landungen von Lufthansa-Flügen. Erfahrungsgemäß kommt es auch nach Ende eines Streiks zu Beeinträchtigungen, weil der genau abgestimmte Flugplan durcheinandergeraten ist. Aufgrund eines Kooperationsabkommens mit der Deutschen Bahn können Flugpassagiere kostenlos auf Züge umsteigen.

+++ 5.23 Uhr +++ Erhebliche Behinderungen erwartet

Fluggäste müssen sich damit erneut auf erhebliche Behinderungen und Flugausfälle einrichten. Welche Auswirkungen der Streik in Berlin auf den Flugbetrieb hat, lässt sich nach Ansicht des Lufthansa-Sprechers Michael Lamberty schwer abschätzen. Viele Flugbegleiter wohnten in Berlin und müssten von dort zur Arbeit fliegen. „Der Faktor, dass manche ihn für die Anreise nutzen, kann den Effekt verschlimmern“, sagte Lamberty.

+++ 5.01 Uhr +++ Flugbegleiter der Lufthansa beginnen Streik in Berlin

Die Flugbegleiter der Lufthansa haben ihren achtstündigen Streik am Flughafen Berlin-Tegel begonnen. Das bestätigte die Kabinengewerkschaft Ufo am Dienstagmorgen, sie hatte den Ausstand am späten Montagabend angekündigt.

=> Die Telefon-Hotline der Lufthansa: 01805 805 805