Trotz seines rigorosen Fluchtversuchs konnte die Polizei in Waltersdorf (Dahme-Spree) einen 19 Jahre alten Autodieb stellen und festnehmen. Der junge Mann war einem Zeugen am Mittwochabend in Schöneberg wegen eines über dem Berliner Originalkennzeichen angebrachten polnischen Nummerschildes aufgefallen. Auf seiner Flucht vor verfolgenden Streifenwagen hatte der vermutlich aus Osteuropa stammende Autodieb auf der A113 mehrfach Einsatzfahrzeuge gerammt, die den gestohlenen Wagen zunächst vergeblich stoppen wollten.
Ein Versicherungskauf (47) bemerkte den VW Passat kurz nach 22 Uhr in der Martin-Luther-Straße. Er kam ihm wegen der doppelten Kenzeichen am Fahrzeugheck verdächtig vor. Der Mann alarmierte die Polizei, verfolgte das Auto und gab den Beamten über Handy die aktuellen Standorte durch. Am Autobahnanschluss Stubenrauchstraße in Treptow nahmen zwei Funkstreifen die Verfolgung auf und forderten den Fahrer auf, die A113 zu verlassen und anzuhalten. Der Autodieb gab stattdessen Gas und fuhr mit weit überhöhtem Tempo in Richtung Schönefelder Kreuz weiter. Dabei rammte er sowohl zwei Funkstreifen als auch den VW-Bus des 47-jährigen Zeugen. Erst kurz vor dem Autobahndreieck Waltersdorf gelang es den Beamten, den Flüchtenden auszubremsen. Am verdächtigen VW Passat war das Zündschloss manipuliert. Die sofortigen Ermittlungen ergaben, dass der Wagen in der Kufsteiner Straße gestohlen worden war. Der Tatverdächtige, der keinen Ausweis bei sich hatte, soll nun einem Haftrichter vorgeführt werden.
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