Die Studenten der Berliner Schauspielschule „Ernst Busch“ kämpfen für einen Neubau. Auf dem dafür geplanten Gelände in der Chausseestraße schlugen sie Zelte auf und hielten Workshops ab. Am Zaun hing ein Banner mit dem Slogan „Spart uns nicht weg“. Die renommierte Schule, an der Schauspieler wie Nina Hoss, Fritzi Haberlandt und Devid Striesow ihr Handwerk lernten, ist bislang auf vier Standorte verteilt. Sie soll eine zentrale Adresse bekommen. Der Plan steht aber wegen Mehrkosten auf der Kippe.
Im Haushaltsentwurf des rot-schwarzen Senats sind nach SPD-Angaben knapp 36,5 Millionen Euro für das Projekt vorgesehen. Der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Lars Oberg, sagte am Mittwoch, die Fraktion wehre sich gegen diesen Plan, weil es damit eine Kostensteigerung von zwei Millionen Euro gebe.
Marode Standorte sollen saniert werden
Ursprünglich seien 28 Millionen Euro vorgesehen gewesen. Die SPD-Fraktion habe bereits einer Kostensteigerung auf 34 Millionen Euro zugestimmt. Noch mehr Geld soll laut Oberg nicht fließen. Stattdessen sollen die maroden Standorte saniert werden. Eine Entscheidung des Parlaments wird für den 14. Juni erwartet.
In der Chausseestraße wollen die Schauspielschüler eine Woche lang mit Aktionen für das neue Zuhause werben. Die Busch-Schule hatte zuvor erklärt, sie wolle 1,85 Millionen Euro sparen und nannte dabei auch konkrete Posten. Prominente Absolventen hatten die neue Heimat für „die Busch“ unterstützt. Sie zähle zweifellos zu den Exzellenzhochschulen Deutschlands.
dpa/nbo

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