Im Prozess um den Mord an einem Tätowierer aus Österreich soll voraussichtlich an diesem Donnerstag das Urteil verkündet werden. Der Angeklagte hatte vor dem Berliner Landgericht gestanden, seinen Berufskollegen nach einem Trinkgelage mit einem Beil getötet und zerstückelt zu haben. Ein Gerichtsmediziner sagte am Montag als Zeuge aus, Ursache für den Tod sei eine massive Bluteinatmung gewesen. An diesem Montag wurden außerdem weitere Gutachten sowie die Plädoyers erwartet.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 30-jährigen Tattoo-Künstler Mord aus Grausamkeit vor. Für seine Tat hatte der Angeklagte eigenen Angaben nach keine Erklärung. Der gebürtige New Yorker hat den Mann im Juli 2011 in einer Wohnung in Oberschöneweide mit zahlreichen Beilhieben in Kopf und Gesicht umgebracht. Die Leichenteile hatte der wegen Gewalttaten vorbestrafte Mann in der Spree entsorgt.

Die damalige Verlobte des Angeklagten hatte den Kopf des Salzburgers auf dem Weg zur Berufsschule in einen See geworfen. Das Gericht stellte ihr Verfahren gegen Zahlung von 1000 Euro ein. Die 22-Jährige war wegen Strafvereitelung angeklagt.

dpa/ap