Die Berliner Notare haben Konsequenzen aus der sogenannten Schrottimmobilien-Affäre gezogen und verschärfte Richtlinien für den Verkauf von Immobilien verabschiedet. Dies sei ein „wirksamer Beitrag zum Schutz argloser Käufer“, sagte die Präsidentin der Notarkammer, Elke Holthausen-Dux, am Mittwoch. Damit ging die Kammerversammlung auf eine zentrale Forderung ein, die in den vergangenen Monaten angesichts einer Immobilienaffäre, bei der Anlegern überteuerte Immobilien verkauft worden waren, erhoben wurde.

Auch in Berlin gelten damit den Angaben zufolge systematische Trennungen von Angebot und Annahme nunmehr in der Regel als „unzulässig“, sofern sie nicht ausnahmsweise durch Sachgründe gerechtfertigt sind. Damit verbessere die Kammer das Instrumentarium, um gegen missbräuchliche Vertragsgestaltungen vorzugehen und setze ein Warnsignal für die Mitglieder, sich nicht in unlautere Vertriebsmodelle zum Verkauf von „Schrottimmobilien“ einbinden zu lassen.

dpa/tj