In den Krankenhäusern in Berlin kommen mittlerweile mehr als ein Viertel aller Kinder per Kaiserschnitt zur Welt. Von den 34.702 Mädchen und Jungen, die im Jahr 2010 entbunden wurden, waren 27,3 Prozent sogenannte Sectio-Geburten, berichtete das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden . Andere Techniken wurden weitaus seltener angewandt: Eine Saugglocke kam 2010 bei 7,7 Prozent der Entbindungen zum Einsatz, eine Geburtszange bei 0,1 Prozent.
Die Wahrscheinlichkeit für einen Kaiserschnitt ist in den Bundesländern sehr unterschiedlich. Bezogen auf die Zahl der Geburten wurden anteilig die meisten Kaiserschnitte im Saarland vorgenommen (36,6 Prozent), gefolgt von Rheinland-Pfalz (34,8 Prozent) und Hessen (34,2 Prozent). In Sachsen (22,9 Prozent) gab es 2010 die wenigsten Kaiserschnittentbindungen.
In deutschen Krankenhäusern werden heute etwa doppelt so viele Kinder mit Kaiserschnitt entbunden wie vor 20 Jahren. Zwischen 1991 und 2010 erhöhte sich der Anteil der Sectio-Geburten von 15,3 auf 31,9 Prozent. Im Vergleich zu 2009 stieg der Anteil um 0,6 Prozentpunkte.





