Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fahrerflucht ist 2011 in Berlin deutlich angestiegen – die meisten Fälle gab es in den Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf. Dort flüchteten insgesamt 5376 Fahrer bei 25.327 Unfällen. In Mitte gab es mit 3739 Fällen die wenigsten solcher Delikte. Jedoch krachte es dort im vergangenen Jahr auch nur 19.058 mal. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Peter Trapp hervor.
Stadtweit flüchteten im vergangenen Jahr 28.578 Unfallverursacher - 900 mehr als 2010 – und damit fast jeder fünfte. Traurige Bilanz: Bei diesen Unfällen starben 5 Menschen, 165 wurden schwer verletzt. Gleichzeitig sank die Aufklärungsquote um drei Punkte auf rund 43 Prozent. Insgesamt gab es in Berlin 130.463 Verkehrsunfälle.
Erst am Donnerstag war ein 21-Jähriger wegen fahrlässiger Tötung und Unfallflucht zu unter anderem einem Jahr Haft mit Bewährung verurteilt worden . Der Lehrling hatte einen Radler am 2. August 2011 auf dem Lichtenrader Damm angefahren und sterbend liegen gelassen.
Strafen für Unfallflucht orientieren sich an der Schadenshöhe: Bei weniger als 600 Euro wird das Verfahren laut ADAC oft gegen eine Geldzahlung eingestellt. Bei bis zu 1200 Euro drohen ein Monatsgehalt Geldstrafe, sieben Punkte und bis zu drei Monate Fahrverbot. Liegt der Schaden höher, werden mindestens sechs Monate Führerscheinentzug und mehrere Tausend Euro Geldstrafe fällig.
Neben zunehmenden Unfallfluchten registrierte die Polizei im vergangenen Jahr auch mehr Betrunkene am Steuer. 2317 Straftaten waren es laut Statistik 2011 – ein Plus von 302 Fällen.
dpa/bee





