Ticketverkauf ab Montag

Bereits Schlangen an den Kinokassen der Berlinale

Am Donnerstag wird die 62. Berlinale in der Hauptstadt eröffnet, am Montag beginnt der Kartenvorverkauf. Bereits jetzt belagern Kinofans die Ticketschalter in den Arkaden am Potsdamer Platz.

Bereits viele Stunden vor Beginn des Kartenverkaufs für die Vorstellungen der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlinale haben sich am Sonntag die ersten Cineasten an den Kassen eingefunden. Die Ticketschalter öffnen am Montag um 10.00 Uhr.

An der Kasse in den Arkaden am Potsdamer Platz in Mitte hatten sich am Sonntagnachmittag mehrere Dutzende Cineasten versammelt. Sie hatten Klappstühle, Luftmatratzen und Decken sowie Proviant dabei, um die Wartezeit zu überstehen.

395 Filme bei der 62. Berlinale

Die 62. Berlinale steht im Zeichen der Aufbrüche und Umbrüche in der Gesellschaft. Das Filmfestival wird am Donnerstag im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz eröffnet und präsentiert bis zum 19. Februar 395 Filme in ausgewählten Berliner Kinos. Dabei konkurrieren im Wettbewerb 18 Filme um den Goldenen und mehrere Silberne Bären.

Der Eröffnungsfilm „Les adieux à la Reine“ von Benoit Jacquot aus Frankreich befasst sich mit den letzten 48 Stunden im Leben von Königsgemahlin Marie Antoinette vor ihrer Enthauptung während der französischen Revolution. Der Goldene Ehrenbär geht in diesem Jahr an die amerikanische Schauspielerin Meryl Streep für ihr Lebenswerk. Die Künstlerin wird bei der Berlinale auch mit einer Hommage mit insgesamt sieben Filmen geehrt. Zur Preisverleihung wird der Film „Die Eiserne Lady“ aufgeführt, in dem Meryl Streep die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher spielt.

Im Wettbewerb der Berlinale laufen insgesamt 23 Filme, fünf davon außer Konkurrenz. 19 der Streifen sind Weltpremieren, darunter Christian Petzolds „Barbara“, Hans Schmids „Was bleibt“ oder der in Kanada produzierte Film „Rebelle“ über Kindersoldaten im Kongo von Kim Nguyen. Erstmals gezeigt wird auch „Bai lu yuan“ des chinesischen Regisseures Wang Quan'an, der in dreieinhalb Stunden durch tausende Jahre chinesischer Geschichte führt.

Jake Gyllenhaal in der Jury

Der Internationalen Jury der Berlinale um den diesjährigen Präsidenten Mike Leigh gehören unter anderem der Schauspieler Jake Gyllenhaal, der iranische Regisseur Asghar Farhadi, die Schauspielerin Barbara Sukowa und der Schriftsteller und Friedenspreisträger Boualem Sansal an.

Die Reihe „Panorama“ stellt unter anderem Spielfilme und Dokumentationen über koptische Christen in Ägypten sowie Neonazis und schwule Männer in der DDR vor. Im Mittelpunkt der Retrospektive steht unter dem Titel „Die rote Traumfabrik“ das in den 20er Jahren in Moskau gegründete deutsch-russische Filmunternehmen „Meschrabpom“. Ein weiterer Schwerpunkt ist dem 100-jährigen Bestehen der Babelsberger Filmstudios gewidmet.

Video-Beitrag vom Berlinale-Kartenvorverkauf 2011