Ex-Treberhilfechef

Harald Ehlert klagt gegen seine Kündigung

Nach wenigen Minuten war schon wieder alles vorbei. Der Ex-Geschäftsführer der Berliner Treberhilfe, Harald Ehlert, hat gegen seine Kündigung geklagt. Er selbst erschien zur Verhandlung, die nur für viel Wirbel sorgte, nicht.

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Der ehemalige Geschäftsführer der inzwischen insolventen Treberhilfe gGmbH, Hans-Harald Ehlert, hat vor dem Arbeitsgericht eine Kündigungsklage eingereicht. Eine am Dienstag durchgeführte Güte-Verhandlung endete ohne Ergebnis. Die zuständige Arbeitsrichterin wird nun entscheiden, ob es zu einer Verhandlung kommt oder ob die Klage abgewiesen wird, weil das Arbeitsgericht nicht zuständig ist. Ehlert selbst war zu dem Gerichtstermin nicht erschienen und hatte sich von einem Anwalt vertreten lassen.

Ausgangspunkt für Ehlerts Klage war die Übernahme der Treberhilfe durch das Evangelische Diakoniezentrum Zehlendorf am 1. Dezember 2011. Bei dieser Betriebsübernahme wurden auch die rund 100 Mitarbeiter übernommen. Der Verein wird jetzt unter dem Namen Neue Treberhilfe GmbH geführt. Bei Ehlert, informierte der Anwalt der Treberhilfe, Thomas Witt, sei die neue Geschäftsleitung von Anfang an davon ausgegangen, dass er als ehemaliger Geschäftsführer der Treberhilfe kein Arbeitnehmer war. Um ganz sicherzugehen, sei Ehlert dennoch am 2. Dezember vorsorglich gekündigt worden.

Gegen diese Kündigung legte Ehlert Klage ein. Er soll in der Klageschrift angeben haben, er sei nach seinem Rückzug als Geschäftsführer der alten Treberhilfe im Frühjahr 2010 von dessen Aufsichtsrat weiter beschäftigt und mit „besonderen Projekten“ betraut worden. Daher müsse er wie alle anderen ehemaligen Mitarbeiter von der Neuen Treberhilfe übernommen werden. Er habe er sich nichts zuschulden kommen lassen, was eine fristlose Kündigung rechtfertigen würde.

Die Treberhilfe Berlin e.V. wurde 1988 gegründet. Im Oktober 2005 wurde der Verein in eine gGmbH gewandelt, die zu gleichen Teilen dem Verein Treberhilfe e.V. und Ehlert gehörte.

Ehlert war 2010 in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, nachdem bekannt wurde, dass er als Dienstwagen einen Maserati fuhr, ein Jahresgehalt von 365.000 Euro bezog und eine von der Treberhilfe gGmbH erworbene Villa am Schwielowsee privat bewohnte.