Die Eisenbahnbrücken zwischen dem Berliner Hauptbahnhof und dem Bahnhof Friedrichstraße, erst 1999 eröffnet, müssen saniert werden. Das hat ein Sprecher der Deutschen Bahn am Montag bestätigt.

Weil Verbindungsteile zwischen den Brückenelementen frühzeitig verschlissen sind, gilt für Züge auf der dicht befahrenen Stadtbahntrasse deshalb jetzt ein Tempolimit von 40 Kilometern pro Stunde. Auswirkungen auf den Fahrplan hat das aber nicht, wie der Sprecher betonte. Weil die schadhafte Strecke nur wenige hundert Meter lang ist und Züge auf der kurvigen Innenstadtstrecke ohnehin nur maximal 60 Stundenkilometer schnell fahren, summiere sich die Verspätung auf höchstens zehn bis 15 Sekunden.

Wann der Schaden behoben wird, ist nach Bahn-Angaben noch nicht absehbar. „Wir müssen nun klären, was dort genau zu machen ist“, sagte ein Sprecher. Durch die reduzierte Geschwindigkeit könne bis auf weiteres die hohe Belastung der Verbindungsteile um bis zu 90 Prozent reduziert werden.

Klar ist aber, dass die maroden Elemente irgendwann erneuert werden müssen. Einschränkungen im Verkehr sind dann wahrscheinlich. Bereits im September 2011 hatte die Bahn mit ersten Sanierungsarbeiten an den Brücken über das Alexanderufer und den Humboldthafen begonnen. An zwei Wochenenden stand deshalb nachts nur ein Gleis zur Verfügung. Bahnlinien wurden teilweise unterbrochen oder umgeleitet.

Die Stadtbahn am Hauptbahnhof ist eine der am dichtesten befahrenen Abschnitte im deutschen Bahnnetz. Täglich passieren mehr als 900 Züge die Viadukte und Brücken durch die Innenstadt. Mehr als 600 davon sind vergleichsweise leichte S-Bahnen. Für sie gilt das seit Dezember verordnete Tempolimit nicht.

Für den frühzeitigen Verschleiß verantwortlich sind nach derzeitigen Erkenntnissen nämlich die knapp 200 Regional- und vor allem die 112 Fernverkehrszüge. Die ICE-Triebwagen der Deutschen Bahn bringen mehr als 800 Tonnen auf die Waage, entsprechend groß sind die Kräfte, die auf Gleise und Brücken wirken.

fal