Griechenland I

Das erste Hilfspaket für das überschuldete Griechenland schnürten EU, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds (IWF) Anfang Mai 2010. Sie stellen Kredite von bis zu 110 Milliarden Euro bereit. Im Gegenzug verpflichtete sich Griechenland zu radikalen Reformen. Das Geld wird in mehreren Tranchen ausgezahlt, je nach Fortschritt der Reformen. Griechenland zahlt Zinsen und muss die Hilfen auch tilgen.

EFSF I

Weil andere angeschlagene Euro-Länder Probleme bekamen, beschlossen die EU-Finanzminister in der Nacht vom 9. auf den 10.Mai 2010 den provisorischen Euro-Rettungsschirm. Er umfasst 750 Milliarden Euro. 60 Milliarden Euro stellt die EU aus ihrem Haushalt bereit, der IWF bis zu 250 Milliarden, 440 Milliarden Euro die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) mit Sitz in Luxemburg. Diese Gesellschaft gibt Anleihen heraus, für die alle Euro-Länder gemeinsam bürgen, und beschafft so Geld an den Märkten für krisengeschüttelte Euro-Länder. Hilfe beantragt haben Irland und Portugal.

EFSF II

Ende Juli 2011 beschlossen die Staats- und Regierungschefs Europas, den Garantierahmen der EFSF von 440 auf 780 Milliarden Euro aufzustocken.

Griechenland II

Das Hilfspaket wurde ebenfalls Ende Juli 2010 beschlossen. Es umfasst 109 Milliarden Euro von EFSF und IWF.

ESM

Der Europäische Stabilitätsmechanismus soll die EFSF von 2013 an ersetzen. 80 Milliarden Euro zahlen die Euro-Länder als Eigenkapital ein, für weitere 420 Milliarden Euro garantieren die Länder. Dieses Geld kann sich der ESM über Anleihen beschaffen. 250 Milliarden Euro stellt der IWF als Kredit bereit. Der ESM lässt auch eine Staatsinsolvenz zu.

BMO