Wegen des Verdachts, kinderpornografisches Material zu besitzen, ermittelt die Polizei gegen einen Beamten in den eigenen Reihen. Ein 45 Jahre alter Polizeikommissar wird verdächtigt, Kinderpornografie im Internet gekauft zu haben.
Im Rahmen der Ermittlungen des Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft wurde am Donnerstagmorgen gegen 7 Uhr die Wohnung des Mannes durchsucht. Danach fuhren die Ermittler zu seinen Diensträumen und überprüften auch diese, so die Polizei. Dabei stellten sie Beweismaterial wie Computer und Datenträger wie CDs und Festplatten sicher. Nach Angaben der Polizei dauert die Auswertung des Materials an und könnte mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Erst anschließend werde über dienstrechtliche Maßnahmen entschieden.
Nach Informationen von Morgenpost Online ermittelt die Staatsanwaltschaft seit mehreren Monaten. Zuvor sollen die Fahnder dem Beamten durch seine Kreditkartenabrechnung auf die Spur gekommen sein.
Bereits im Jahr 2009 konnten die Ermittler im Rahmen einer groß angelegten Polizeiaktion die Abrechnungen einer weißrussischen Internetplattform einsehen, die Kinderpornos anbot. Darauf soll auch der Name des Beamten stehen, der im Jahr 2006 Kinderpornografie heruntergeladen haben soll.
Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht dem Beamten neben den disziplinarischen Konsequenzen im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.
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