Der ehemalige Mitarbeiter der Parkeisenbahn an der Wuhlheide, Tobias N., soll nach Angaben des „Tagesspiegels“ 12-Jährige zu sexuellen Handlungen und zum Oralverkehr gezwungen haben. N. muss sich dafür demnächst vor dem Landgericht Moabit verantworten. Mitangeklagt ist Ns. Freund Steffen M. .
Bisher kam er mit Geld- und Bewährungsstrafen davon: 2004 wurde er wegen Besitzes von Kinderpornos zu einer Geldstrafe verurteilt. Nach seinem Rauswurf bei der Parkeisenbahn wurde er im Mai 2009 noch einmal zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung wegen eines anderen Sexualdelikts verurteilt. Diesmal ist N. in 13 Fällen des schweren Missbrauchs angeklagt. Die Beweislast soll ihn nun ins Gefängnis bringen.
Wie berichtet, waren N. und M. nach ihrer Tätigkeit bei der Parkeisenbahn beim Müritzer Eisenbahnverein Hei Na Ganzlin aktiv. Im Mai 2010 haben Mitarbeiter des Vereins in einer Lokomotivhalle des Vereins in Bernau mehrere CD-Roms mit Kinderpornografie entdeckt. Laut „Tagesspiegel“ hatten Berliner Ermittler, denen N. einschlägig bekannt war, die Polizei in Waren an der Müritz über den Mann informiert. Diese hätten das an den Eisenbahnverein weitergegeben. Allerdings waren dessen Mitglieder zu dieser Zeit völlig zerstritten, wie es heißt. Der damalige Vorstand glaubte deshalb nicht, dass das kinderpornografische Material von N. und M. stamme. Gerüchte, dass auf den gefundenen Videos und Bildern Opfer der Parkeisenbahn sind, hätten sich bisher nicht bestätigt. Es gebe keine Querverbindung zwischen den Vorfällen bei den beiden Vereinen.
BM/ap


