Neonazi-Aufmarsch in Kreuzberg

Gegendemonstrant muss für Randale zahlen

Mitte Mai ist es zu gewaltsamen Protesten gegen einen Neonazi-Aufmarsch in Berlin-Kreuzberg gekommen. Dabei versuchten linke Gegendemonstranten, eine Polizeikette zu durchbrechen. Ein 46-Jähriger muss nun dafür 1350 Euro Strafe zahlen.

Nach gewaltsamen Protesten gegen einen Aufmarsch von Neonazis muss ein 46-jähriger Berliner 1350 Euro Geldstrafe zahlen. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten erließ einen entsprechenden Strafbefehl, nachdem der Mann am Dienstag nicht zum Prozess erschienen war. Ihm werden Landfriedensbruch und Gewalttätigkeiten gegen Einsatzkräfte der Polizei vorgeworfen.

Gemeinsam mit mindestens 50 Personen aus dem linken Spektrum soll der Mann am 14. Mai diesen Jahres im Stadtteil Kreuzberg versucht haben, die Veranstaltung von rechtsextremer Gruppen zu verhindern. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wollte der Berliner eine Polizeikette durchbrechen. Er habe Gegenstände in Richtung der Beamten geworfen, Polizisten getreten und beleidigt.

Mehr als hundert Anhänger der rechten Szene hatten sich am U-Bahnhof Mehringdamm getroffen. Zugleich waren rund 500 Gegendemonstranten vor Ort. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen beiden Lagern. Rund 600 Polizisten waren im Einsatz. Rechte Schläger sollen Gegendemonstranten angegriffen haben.