Überfall vor Villa

Berliner Radiomanager brutal niedergeschlagen

Ein mysteriöses Verbrechen beschäftigt derzeit die Mordkommission: Unbekannte haben einem Berliner Radiomanager in Zehlendorf den Schädel eingeschlagen. Sein Zustand ist kritisch. Von den Tätern fehlt jede Spur.

Nach ersten Erkenntnissen hatte der 48 Jahre alte Berliner Radiomanager am Dienstagabend gegen 23 Uhr sein Wohnhaus an der Martin-Buber-Straße verlassen, um seine beiden Border-Collies auszuführen. Als er nicht nach Hause in die zweigeschossige Villa zurückkehrte, geriet seine Ehefrau in Sorge und machte sich auf die Suche nach ihm. Wenig später entdeckte sie ihren reglos am Boden liegenden Mann auf dem Verbindungsweg von der Martin-Buber-Straße zum Parkplatz des Rathauses Zehlendorf – nur einen Steinwurf von der gemeinsamen Villa entfernt. Eine Rettungswagenbesatzung der Berliner Feuerwehr transportierte ihn in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Die Ärzte dort diagnostizierten schwerste Schädelverletzungen und führten eine Notoperation durch. Nach Informationen von Morgenpost Online ist noch nicht klar, ob der Mann die nächsten Tage überleben wird. Sollten die Ärzte ihn retten können, sind immer noch bleibende Schäden möglich.

Die 1. Mordkommission übernahm noch am Abend die Ermittlungen vor Ort, die Hintergründe für die Gewalttat gelten bislang als unklar. Wie es aus Ermittlerkreisen hieß, ist ein persönliches Motiv ebenso denkbar wie eine gescheiterte Raubtat, die eskalierte und in einer Schlägerei endete. Nach Informationen von Morgenpost Online wurde das Opfer nicht bestohlen. Eine Begutachtung der Verletzungen durch Experten der Gerichtsmedizin soll Aufschluss bringen, wie oft und mit welcher Intensität auf den Kopf des Mannes eingeschlagen worden war. Ob die Täter dazu eine Waffe benutzten, soll durch die rechtsmedizinische Untersuchung ebenfalls geklärt werden, gefunden wurde am Tatort bislang nichts.

„Der Weg, den das Opfer nahm, ist nach Einbruch der Dunkelheit nur spärlich von weit entfernt stehenden Laternen beleuchtet, das macht ihn zu einem nahezu perfekten Ort für ein Verbrechen“, sagte ein Beamter. Er verwies darauf, dass das Areal rund um das Rathaus Zehlendorf zu den ruhigeren und wenig kriminalitätsbelasteten Gegenden gehört, die Wahrscheinlichkeit, dort Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden, sei eher gering. Das könne darauf hindeuten, dass dem Opfer gezielt aufgelauert wurde. „Das ist aber erst mal alles Spekulation, so der Beamte. Für die Ermittler der Mordkommission sind Informationen zu dem Opfer selbst und zu seinem Umfeld ebenso wichtig wie Augenzeugenberichte zum Zeitpunkt der Tat. Hinweise nehmen die 1. Mordkommission unter Tel. (030) 4664911101 sowie jede Polizeidienststelle entgegen.