Semesterbeginn

Berliner Unis rüsten sich für Bewerber-Ansturm

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Dem drohenden Massen-Ansturm neuer Studenten begegnen die Berliner Universitäten mit ausgeweiteten Stundenplänen und mehr Studienplätzen. An der FU Berlin blieb eine Studenten-Flut allerdings aus.

Vorlesung morgens um acht oder abends um sechs: Wer ab Mitte Oktober an der Humboldt-Universität (HU) studieren will, muss seinen Biorhythmus an ungewöhnliche Lernzeiten gewöhnen. Die Hochschule reagiert mit neuen Stundenplänen auf den Ansturm der Studenten. Doppelte Abiturjahrgänge und der Wegfall der Wehrpflicht lassen in diesem Semester deutlich mehr Hochschüler an die Unis strömen. Die drei großen Berliner Unis haben sich gerüstet. Fast 6000 neue Studenten wird allein die Humboldt-Uni aufnehmen. Obwohl es 500 Studienplätze mehr als sonst gibt, seien manche Fächer über hundert Prozent ausgebucht, sagt Sprecherin Constanze Haase. Wo es geht, weitet die Uni ihre Kapazitäten aus. Doch längst nicht jeder Interessent kommt zum Zuge. Auf rund 5400 ursprünglich geplante Plätze in Bachelor- und Master-Studiengängen gab es 34.000 Bewerbungen.

Die Technische Universität rechnet zu Semesterbeginn am 17.Oktober mit 5100 neuen Studenten. Die Hochschule sei vorbereitet, sagt Sprecherin Stefanie Terp. Neue Gebäude müsse sie bisher nicht anmieten. Auch die TU bietet mehr Studienplätze als früher an. Das hängt aber nicht nur mit mehr Interessenten zusammen. Die Unis haben Kapazitäten aus dem Hochschulpakt auf 2011 vorgezogen und bieten 1500 Plätze mehr als ursprünglich geplant. An der Freien Universität (FU) ist der ganz große Ansturm bisher ausgeblieben. 4000 neue Studenten kommen. Es gibt aber auch dort die Maxime, die Kapazitäten bis an den Rand auszuweiten, mehr Lehrpersonal einzukaufen und notfalls auch an Sonnabenden zu lehren.

( dpa )