An Berliner Hochschulen studieren immer mehr Studenten aus der Hauptstadt. Der Anteil der „Landeskinder“ an den Berliner Hochschulen hat sich sprunghaft erhöht, von 2009 mit dem damaligen Tiefstand von 55 Prozent auf 66 Prozent im Vorjahr. Das teilte die Wissenschaftsverwaltung am Montag mit. So gut waren die Chancen von Berlinern, in Berlin einen Studienplatz zu erhalten, zuletzt 2003.
Darauf wies Senator Jürgen Zöllner (SPD) anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Studierendenstatistik durch das Statistische Bundesamt hin. Die Steigerung wurde vor allem durch einen erheblichen Anstieg der Studienanfängerplätze in Berlin ermöglicht, die nach Angaben des Senats in der jetzt auslaufenden Legislaturperiode seit 2006 von 20 000 auf 29 000 ausgebaut worden sind.
Studentenansturm auf die deutschen Hochschulen
Bundesweit waren noch nie so viele Studierende an den Hochschulen eingeschrieben wie im vergangenen Wintersemester. 2,218 Millionen lernten im Wintersemester 2010/11 in den Hörsälen und Seminarräumen der Universitäten und Hochschulen zwischen Kiel und Konstanz. Das waren 96400 Studierende oder 4,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mit. Einen Rekord gab es auch bei den Studienanfängern: Mit rund 444700 wurden etwa 20500 mehr gezählt als im Vorjahr. Als Ursache für den anhaltenden Anstieg sehen die Statistiker einen allgemeinen Trend zur Höherqualifizierung. So wurden seit dem Wintersemester 2008/09 jedes Jahr gut vier Prozent mehr Studierende gezählt. Noch nicht bekannt ist die sogenannte Studienanfängerquote, die zeigt, wie groß der Anteil der Studienanfänger an der gleichaltrigen Bevölkerung war.
Das Durchschnittsalter der Studierenden lag wie im Vorjahr bei 25,3 Jahren. Betriebswirtschaftslehre war erneut das beliebteste Studienfach – auf Platz zwei rangiert mit deutlichem Abstand Maschinenbau. Am besten besucht war die Fernuniversität Hagen (62900 Studierende), gefolgt von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (43800) und der Universität in Köln (42100). Zwei Drittel der Studierenden waren im Wintersemester 2010/11 an den Universitäten, pädagogischen und theologischen Hochschulen eingeschrieben. Ein knappes Drittel studierte an den Fachhochschulen, die Übrigen an den Verwaltungsfach- und Kunsthochschulen.
dpa/tj




