Scheidungen 2009

Berliner ließen sich mehr als 8300 Mal scheiden

Trennung von Tisch und Bett: In Berlin sind im Vorjahr 8384 Ehen geschieden worden. Das waren in der Hauptstadt rund 989 mehr Scheidungen als noch 2009.

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In Berlin sind im Vorjahr 8384 Ehen geschieden worden. Das waren 989 mehr Scheidungen als 2009, wie aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes am Dienstag in Wiesbaden hervorgeht. Seit der Wiedervereinigung gab es in Berlin mit 10.245 Fällen die meisten Scheidungen im Jahr 2004.

Deutschlandweit wurden im Vorjahr rund 187.000 Paare geschieden. Die meisten Scheidungen wurden von Frauen eingereicht (knapp 53 Prozent). Knapp 40 Prozent der Scheidungsanträge wurden von Männern gestellt. Der Rest waren gemeinsame Anträge.

Nach Angaben der Statistiker lag die durchschnittliche Ehedauer bei der Scheidung deutschlandweit bei 14 Jahren und 2 Monaten. Der Trend der vergangenen Jahre zu einer längeren Ehedauer habe sich fortgesetzt, hieß es. Von den 2010 geschiedenen Ehepaaren hatten knapp die Hälfte Kinder unter 18 Jahren.

Für Berlin lässt sich keine eindeutige Entwicklung bei der Zahl der Scheidungen ausmachen. 2006 wurden ähnlich viele Paare wie 2010 geschieden (8315). 2007 und 2008 gab es dann weniger Fälle (7760 und 7716). Seit 2009 wurden es wieder mehr Paare, die nicht mehr zusammen leben wollten.

Die meisten Ehen wurden in absoluten Zahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen aufgelöst: Die Statistiker registrierten hier 45 711 Scheidungen. Auf Platz zwei kommt demnach Bayern mit 26 807 Scheidungen.