Prozessauftakt

Rapper bedroht anderen Musiker mit Stichsäge

Unter starken Sicherheitsvorkehrungen hat am Dienstag der Prozess gegen den Rapper Blokkmonsta und zwei mutmaßliche Komplizen begonnen. Das Trio soll einen anderen Musiker in einen Keller gelockt und diesen dort geschlagen und beraubt haben.

Im Sicherheitstrakt des Berliner Landgerichts hat am Dienstag der Prozess gegen drei Musiker aus der Rapperszene begonnen. Die Angeklagten im Alter von 24 bis 28 Jahren haben die Aussage verweigert. Ein 28-jähriger Musikproduzent mit dem Szenenamen „Blokkmonsta“ und die Mitangeklagten sollen Ende April 2011 einen anderen Musiker zu einem angeblichen Drehort in den Keller eines Steglitzer Mietshauses gelockt, geschlagen und beraubt haben.

„Blokkmonsta“ soll eine Stichsäge eingeschaltet haben, während ein Mitangeklagter von dem am Boden liegenden Musiker 5000 Euro gefordert haben soll. Dabei sei gedroht worden, dem Mann die Finger abzutrennen. Der Musikproduzent soll sich eine Kette des Opfers im Wert von rund 4000 Euro um den Hals gehängt haben. Anschließend soll „Blokkmonsta“ dem anderen Rapper einen wuchtigen Faustschlag auf ein Auge versetzt haben. Der Mann erlitt Prellungen und Angstzustände.

Das Motiv ist bisher unklar. Die Hintergründe sollen vor Gericht geklärt werden, sagte der Ankläger am Rande des Prozesses. Auf einer Internetseite sei der Mann als Verräter beschimpft worden. Von wem sei nicht bekannt. Zeugen wurden am ersten Prozesstag nicht vernommen.

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