Berliner Immobilienmarkt

Zahl der Mietwohnungen sinkt immer mehr

Immer mehr Mietwohnungen werden in Eigentum umgewandelt - obwohl Dreiviertel der Berliner zur Miete wohnen. Luxussanierungen in den attraktiven Innenstadtbezirken tragen zur Vertreibung der angestammten Anwohner zusätzlich bei.

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In Berlin werden immer mehr Mietwohnungen in Eigentum umgewandelt. Zwar wohnen nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 86 Prozent der Berliner zur Miete. Doch allein in den vergangenen sieben Jahren wurden knapp 37.000 einzelne Mietwohnungen umgewidmet.

Mietervereine beklagen, dass dieser Prozess besonders in den stark nachgefragten Innenstadtkiezen mit Luxussanierungen und der Vertreibung der Altmieter einhergeht. Weil zugleich die Zahl der Haushalte immer weiter steigt, jedoch kaum neue Wohnungen gebaut werden, sind die Mieten in den vergangenen zwei Jahren um acht Prozent gestiegen. CDU und Grüne sehen darin ein Versagen der rot-roten Koalition und legten deshalb am Montag eigene Mietenkonzepte vor.

So schlagen die Grünen vor, Mieterhöhungen nur noch nach energetischen Modernisierungen zuzulassen, um Luxussanierungen auf Kosten der Mieter zu verhindern. Zudem fordern sie, dass in den sogenannten Milieuschutzgebieten jede Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen geprüft und nur in Einzelfällen genehmigt werden soll.

Die CDU schlägt einen anderen Weg vor. Um den Neubau anzukurbeln und preiswerte Mieten zu garantieren, sollen Investoren städtische Grundstücke kostenlos bekommen, wenn dafür im Gegenzug eine günstige Miete im Grundbuch festgeschrieben wird. c