Im Prozess um den brutalen Angriff im U-Bahnhof Friedrichstraße will das Berliner Landgericht am Dienstag das psychiatrische Gutachten anhören. In der Nacht zu Ostersonnabend hatte der 18-jährige Angeklagte einen Handwerker nach einem Streit niedergeschlagen und mit wuchtigen Tritten gegen den Kopf schwer verletzt.
Dem Schüler wird versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der Angeklagte hat die Attacke gestanden, sagte aber, an Tritte könne er sich alkoholbedingt nicht erinnern. Eigenen Angaben nach war er betrunken wie nie zuvor. Das 30-jährige Opfer erlitt Schädel-Hirn-Trauma und einen Nasenbeinbruch. Eventuell soll eine Zeugin in den USA per Videokonferenz vernommen werden. Falls keine Anträge gestellt werden könnten auch die Plädoyers beginnen.
Ein gleichaltriger Freund muss sich im Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung mitverantworten. Er soll dem Angriff tatenlos zugesehen und einen Touristen attackiert haben, der einschritt.
dpa/dpad/mim

















