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Hier geht es in Berlin hoch hinaus

Ob drinnen oder draußen: Berliner Hochseilgärten und Kletterhallen bieten jede Menge Abenteuer und Nervenkitzel für Anfänger und Fortgeschrittene. Eine Auswahl.

Charlottenburg-Nord - Wie Tarzan durch die Bäume

Im Volkspark Jungfernheide wird man zu Tarzan. Sei es an den bis zu 90 Meter langen Seilrutschen mit extra langer Luftfahrt oder beim „Base Jump“, bei dem es am Seil abgebremst 15 Meter in die Tiefe geht. Es gibt verschiedene Kletterstrecken in bis zu 17 Metern Baumwipfel-Höhe. Die schwersten Varianten fordern Extremsportler, aber es gibt auch leichte bodennähere Routen und zwei eigene Kinderparcours.

Waldhochseilgarten Jungfernheide Heckerdamm 260, Charlottenburg-Nord, Eingang Heckerdamm/Heilmannring, Bus M21, 109, 123 Weltlingerbrücke, U7 Halemweg, tägl. von 9 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang. Letzte Einweisung 18 Uhr. Erw. Mo.–Fr. und Sbd. & So. bis 10 Uhr 18 Euro, Sbd. & So. 20 Euro, Kinder bis 14 J. 12/14 Euro, nur Kinderparcours 6 Euro, Tel.: 34094818 (Mo.-Fr.), www.waldhochseilgarten-jungfernheide.de

Rummelsburg - Die größte Boulderhalle

Seit etwa acht Monaten gibt es am Ostkreuz das „Ostbloc“, Berlins größte Boulderhalle für Kletterer jeder Könnensstufe. Bouldern nennt sich das Klettern ohne Kletterseil und Klettergurt an künstlichen Kletterwänden. In der hellen Halle bieten zahlreiche ungewöhnlich strukturierte Wandelemente immer neue Abwechslung. Clou ist das Farbkonzept, mit dem alle Boulderwege markiert sind von hellgelb für ganz leicht bis schwarz für Profirouten. Für Anfänger wird regelmäßig ein offener Bouldertreff angeboten. Es gibt auch ein Bistro und eine Indoor-Terrasse mit Spreeblick.

Ostbloc Hauptstr. 13, Rummelsburg, Tram 21 Gustav-Holzmann-Str., tägl. 10–23 Uhr, Eintritt 8,50, erm. 7 Euro, Tel:55499422, www.ostbloc.de

Oberschöneweide - Abenteuer zwischen Bäumen

Abenteuer, Kletterspaß und Naturerlebnis erwarten Besucher ab sieben Jahren und 1,30 Meter Größe im Kletterwald in unmittelbarer Nachbarschaft des FEZ. In einem ein Hektar großen Waldgelände wurden insgesamt 75 Kletterelemente auf verschiedenen Parcours in bis zu zehn Metern Höhe installiert – übrigens ohne dabei die Bäume zu beschädigen. So können zweistündige Klettertouren über wackelige Brücken und mit rasanten Drahtseilbahnen von Baum zu Baum unternommen werden. Besondere Herausforderung ist der Tarzansprung. Angeseilt lässt man sich da aus mehreren Metern Höhe in ein Netz fallen.

Kletterwald Wuhlheide am FEZ, An der Wuhlheide 199, Oberschöneweide, Tram 27, 63, 67 Freizeit- und Erholungszentrum, bis 14.8. tägl. 9.30–19.30 Uhr, 15.8.–30.9. Di., Fr., Sbd., So. 10–19 Uhr, 1.10.–31.10. Di., Fr., Sbd., So. 10 Uhr bis Sonnenuntergang, Mo.–Fr. 15, Wochenende 17 Euro, Kinder 9/11 Euro, Tel.: 30135267, www.kletterwald-wuhlheide.de

Friedrichshain - Hier geht es ganz hoch hinaus

Mit einer Höhe von 18,70 Metern ist der Kegel, ein ehemaliger Hochbunker, sozusagen das Höchste an der Spree. Wer seine Spitze erklimmen will, muss sich schon gehörig ins Kletterseil hängen und beispielsweise den Bau eines Standplatzes beherrschen. Dafür genießt man nach getaner Kletterei einen einzigartigen Blick über die Stadt und darf sich ins Gipfelbuch eintragen. Wer nicht so hoch hinaus will und auf das Seil verzichtet, der übt in der Freiluft-Boulderanlage oder in der Halle. Abends wird das ganze Areal eindrucksvoll beleuchtet.

Der Kegel, Revaler Str. 99, Friedrichshain, U1 S3, 5, 7, 9, 75 Warschauer Str., Mo. 14–23, Di.–Fr. 12–23, Sbd. & So. 10–23 Uhr, Erw. 4 Euro, Verleih der Ausrüstung 10 Euro, Tel.: 66766837, www.derkegel.de

Gesundbrunnen - Kraxeln am magischen Berg

Zwar ist der Berg eine Halle, aber die ist üppig ausgestattet. So sind die „Kletterwalls“ eine gute Alternative zu den Felswänden der Dolomiten. Zumal es sowohl vier bis fünf Meter kurze Routen gibt, wie auch lange Kletterstrecken, die den fortgeschrittenen Climber bis unter das Hallendach führen. Lobenswert ist der eigene Boulderbereich. Gut ist auch die Ausstattung der Halle mit Fitnessareal mit verschiedenen Geräten und Blick auf das Klettergeschehen, Sauna und Dampfbad, Klettershop sowie Café.

Magic Mountain, Böttgerstr. 20-26, Gesundbrunnen, U8, S1, 2, 25, 41, 42 Gesundbrunnen, Mo., Di., Mi, Fr. 12–24, Do. 10–12, Sbd. & So. 10–22 Uhr, Tageskarte Erw. 14, Studenten 12, Schüler 7 Euro, Leihmaterial je 1–3 Euro, Tel.: 8871579-0, www.magicmountain.de

Märkisches Viertel - Lernen mit erfahrenen Betreuern

Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren fühlen sich wohl auf der Kletteranlage des Sportjugendclubs Reinickendorf. Die ist eingezäunt und kann nur zu den offiziellen Öffnungszeiten beklettert werden. Aber dann stehen an der acht Meter hohen und 13 Meter breiten Wand erfahrene Betreuer bereit, die kostenlos die richtigen Kletter- und Sicherungstechnik zeigen. Die Ausrüstung wird gestellt. Die Wand bietet Schwierigkeitsgrade von drei bis neun.

Kletteranlage Märkisches Viertel, Königshorster Str. 13, Reinickendorf, Bus M21, 124 Königshorster Str., Di., Mi. (nicht in den Sommerferien), Fr. 15.30–18 Uhr, Sbd. 13.30–16.30 Uhr, Info Tel.: 4168047

Neukölln - Vielseitigkeit ist Trumpf

Ein breites Angebot und viel Kletterabwechslung bietet die „T-Hall“. So gibt es sowohl felsähnlich strukturierte Areale wie auch klassische Sportkletterwände. Bis auf zwölf Meter Höhe kann man sich hinauf hangeln und dabei über 200 verschiedene Routen durchsteigen. Abgerundet wird das Freizeitangebot mit Kraftraum, Sauna und einem Bistro.

T-Hall, Thiemannstr. 1, Neukölln, Tor 4, 2. Hof, M41 Hertzbergplatz, Mo.–Fr. 12–24 Uhr, Sbd. & So. 10–22 Uhr, Erw. 9–12,50, Kinder 5–6 Euro, Ausrüstung kostet 1–3 Euro, Tel.: 68089864, www.diekletterhalle.de

Grunewald - Lehrreiches im Hochseilgarten

8Hier wird niemand einfach so in den Hochseilgarten geschickt. Das Klettern für Kinder- und Jugendgruppen, Schulklassen und Familien begleiten stets ein pädagogisches Programm und ein erfahrener Trainer. Deshalb ist auch eine Voranmeldung nötig, um sich auf den 15 verschiedenen Kletterelementen wie dem „Fliegenden Eichhörnchen“ austoben zu können. Neben dem Seilgarten gibt es „Monkeyklettern“, dabei geht es hoch in die Kiefern, und „Kistenklettern“, bei dem ein Kistenturm erklommen wird.

Seilgarten im Grunewald, Eichhörnchensteig 3, Grunewald, Bus 115, 186, 249, M29 Roseneck, ganzjährig geöffnet, Programme nach Voranmeldung (spätesten 7 Tage vorher) ab 17 Euro pro Kind bzw. 24 Euro Erw., Tel.: 8261317, www.seilgarten-grunewald.de

Wilmersdorf - Über dicken Bodenmatten

Das Seil kann man getrost zu Hause lassen, denn es geht hier ums freie Kraxeln in geringen Höhen. Geht etwas schief, lässt man sich einfach fallen und landet auf dicken Matten. Dabei sind auf 670 Quadratmeter Kletterfläche, inklusive einem Außenbereich, rund 300 Boulderprobleme unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade zu bewältigen. Es gibt einen Kinder-Kletterbereich und Kurse für Kleinkinder ab zwei Jahren.

Boulderworx, Berliner Str. 46, Wilmersdorf, U7 Blissestr., August Mo. 10–22, Di. bei Regen 17–22, Mi. & Do. 10–22, Fr. 17–22, Sbd. nur bei Regen 10–17, So. bei Regen 10–22 sonst 17–22 Uhr, ab September tägl. 10–22 Uhr, Erw. je nach Zeit 4–7 Euro, Verleih Kletterschuhe 3 Euro, Tel.: 79784646, www.boulderworx.de

Mitte - Sportliche Herausforderung in der City

Die innovative hexagonale Stahlkonstruktion war bei ihrer Eröffnung im vergangenen Sommer die erste ihrer Art in Deutschland. Sie bildet einen herausfordernden Hochseilgarten mit sechs Parcours auf drei Ebenen und bis zu 15 Meter Höhe. Für besonderen Kletterspaß sorgen ein schwebender Trabi und Trapezrutschen. Zur Entspannung lockt die Strandbar, die Anlage liegt auf dem Gelände von Beach Mitte.

Mount Mitte, Caroline-Michaelis-Str. 8, Mitte, S1, 2, 25, Tram M8, M10, 12 Nordbahnhof, In den Schulferien tägl. 10–22 Uhr, sonst Mo.–Fr. ab 14, Sbd. & So. ab 10 Uhr letzte Einweisung 2 Std. vor Einbruch der Dunkelheit, Erw. 19 Euro, Kinder 14 Euro (150 Min.), Tel.: 555778922, www.mountmitte.de

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