Der Posträuber schlug gleich doppelt zu: Ein 31-Jähriger hat am Montag zwei Überfälle auf eine Berliner Postbankfiliale gestanden. Dabei hatte der Familienvater 2009 insgesamt 300.000 Euro erbeutet. Vor dem Landgericht sagte er, er habe die Beute „für Reisen, Spiele, Autos und Kokain verplempert“.
Mit einem Komplizen hatte der gelernte Bäcker die Postbank an der Charlottenburger Leibnizstraße zunächst im Januar 2009 gestürmt. Mit gezückter Schusswaffe drohte er den Angestellten mit dem Tod und zwang eine Mitarbeiterin, den Tresor zu öffnen. Der Komplize bedrohte Kunden mit einem Messer.
Ein Schuss fiel - nach der Aussage aus Versehen - und löste bei einer Angestellten ein Knalltrauma aus. Ihrer Kollegin schlug der Mann mit der Waffe auf den Kopf. Die Frauen waren mehrere Wochen krankgeschrieben und mussten psychiatrisch betreut werden.
Nach dem zweiten Überfall vom März 2009 konnte ein Bankmitarbeiter fast ein Jahr nicht arbeiten, nachdem die Räuber ihn unter Todesandrohungen gezwungen hatten, den Tresor zu öffnen.
Der mehrfach vorbestrafte 31-Jährige hob hervor, er bedaure die Folgen außerordentlich. Er hatte nach eigenen Angaben vor den Überfällen Kokain genommen.
Zeugen sollen erst beim nächsten Gerichtstermin angehört werden. Der Prozess wird am kommenden Montag fortgesetzt. Der Komplize ist schon zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden.
dpa/mim


