Die Serie von Brandstiftungen an abgestellten Autos oder an Mülltonnen in Berlin nimmt kein Ende. Bereits in der Nacht zum Sonnabend gingen zwei Fahrzeuge in Mitte und Neukölln in Flammen auf. Außerdem zündeten Unbekannte einen Motorroller in Hellersdorf an. Am Sonntagmorgen brannte ein hochwertiges Cabriolet in Mitte. Hier ermittelt der Staatsschutz. Bei den anderen Fällen gibt es keine Hinweise auf einen politischen Hintergrund.

In der Nacht zum Sonnabend brannte zunächst in einem Hinterhof an der Köpenicker Straße ein ohne Kennzeichen abgestelltes Auto völlig aus. Kurz vor 2 Uhr zündeten Brandstifter auf einem Mieterparkplatz in der Rungiusstraße ein stillgelegtes Fahrzeug an. Gegen 4.20 Uhr geriet in der Großgörschenstraße in Schöneberg ein weiteres Auto wegen eines technischen Defekts in Brand.

Vollständig zerstört wurde am Sonntagmorgen der Motorroller in Hellersdorf. Anwohner bemerkten kurz nach 4 Uhr das mit einer Plane abgedeckte brennende Zweirad und alarmierten die Feuerwehr. Ein neben dem Roller stehendes Auto wurde ebenfalls erheblich beschädigt.

Gegen 6.20 Uhr steckten dann Unbekannte in der Linienstraße in Mitte ein Auto an. Ein Radfahrer bemerkte den aufsteigenden Qualm. Aufgrund der Hitze schmolzen Kunststoffteile am Kühlergrill. Der Täter entkam unerkannt.

Im ersten Halbjahr 2011 hatte es in der Hauptstadt mindestens 77 politisch motivierte Brandstiftungen an Autos gegeben. Dabei wurden insgesamt 164 Fahrzeuge beschädigt.

In Marzahn und im Märkischen Viertel legten Brandstifter am späten Sonnabend außerdem Feuer in Müllschluckern von Hochhäusern. Die Brände entstanden in Häusern in der Bärensteinstraße, am Wilhelmsruher Damm im Märkischen Viertel und in der Trusetaler Straße. Verletzt wurde bei den Bränden niemand.

dpa/ap