In der Ferienzeit

Jetzt streikt Easyjet doch nicht - erst einmal

Anders als in der Urabstimmung fast einhellig beschlossen, streiken Flugbegleiter und Piloten des Billigfliegers Easyjet nun doch nicht zu Beginn der Ferienzeit. Es habe "Signale" der Arbeitgeberseite gegeben, hieß es.

In der Tarifauseinandersetzung bei der Billigfluglinie Easyjet am Flughafen Berlin-Schönefeld wird in der kommenden Woche doch nicht gestreikt. Es gebe „leichte Signale“ von der Arbeitgeberseite für Gespräche in der nächsten Woche, begründete Ver.di-Verhandlungsführer Holger Rößler am Freitag die Entscheidung.

Eigentlich wollten Piloten und Flugbegleiter nach einer Urabstimmung ab Montag streiken. 94 Prozent der teilnehmenden Flugbegleiter und 98 Prozent der Piloten hatten am vergangenen Montag für den Arbeitskampf gestimmt. "Es liegt an Easyjet, den Arbeitskampf noch zu verhindern“, Rößler nach der Abstimmung erklärt. Die Gewerkschaft sei weiterhin zu Verhandlungen bereit.

Hätte das Unternehmen kein verhandslungstaugliches Angebot vorgelegt, hätten ab kommender Woche Streiks gedroht. Reisende hätten dann in ganz Europa mit Flugausfällen und Verspätungen rechnen müssen.

Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag und ein höheres Gehalt für das Cockpit- und Kabinenpersonal. Easyjet beschäftigt in Schönefeld laut Ver.di 110 Piloten sowie 240 Flugbegleiter. Der Entschluss, auf einen Arbeitskampf vorerst zu verzichten, sei auch wegen der gerade beginnenden Ferien gefasst worden, sagte Rößler.