2012 werden bei der Berliner Polizei rund 340 Ausbildungsplätze im mittleren und gehobenen Dienst angeboten. Auch ältere Kandidaten zwischen 25 und 39 Jahren haben die Möglichkeit, sich im mittleren Dienst ausbilden zu lassen. Bewerbungen können bis zum 31. Juli 2011 online eingereicht werden.
Für den mittleren Dienst der Schutzpolizei bietet die Polizei zum 1.März2012 rund 170 Ausbildungsplätze. Bewerber müssen zwischen 16 und 24 Jahre alt sein und mindestens die erweiterte Berufsbildungsreife (bisher als erweiterter Hauptschulabschluss bekannt) vorweisen können. Ebenfalls für den mittleren Dienst werden zusätzlich rund 50 „lebensältere Anwärter“ zwischen 25 und 39 Jahren gesucht. Diese müssen eine abgeschlossene Ausbildung haben und außerdem mindestens zwei Jahre Berufserfahrung mitbringen. Die Ausbildung dauert grundsätzlich zweieinhalb Jahre, für die älteren Anwärter wird sie auf zwei Jahre verkürzt. In den insgesamt rund 220 Stellen im mittleren Dienst sind 100 zusätzliche Ausbildungsplätze enthalten, um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr zu erhöhen. 100 weitere Polizeischüler treten bereits im September dieses Jahres ihren Dienst an. Dies hatte der Senat im vergangenen Mai beschlossen.
Für den gehobenen Dienst bei der Schutzpolizei (rund 90 Plätze) sowie der Kriminalpolizei (rund 30 Plätze) dürfen Bewerber zum Einstellungstermin am 2. April 2012 maximal 31 Jahre alt sein. Sie müssen mindestens die Fachhochschulreife oder einen gleichwertigen Abschluss besitzen. Die Ausbildung umfasst einen Bachelor an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Schöneberg mit integrierten Praxisphasen.
Grundsätzlich müssen alle Bewerber die deutsche oder die Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Staates besitzen (für andere Nationalitäten gelten Sonderregelungen), einen Führerschein der Klasse B vorweisen oder in der Ausbildung erwerben und mindestens 200 Meter weit schwimmen können. Frauen müssen mindestens 1,60, Männer mindestens 1,65 Meter groß ein. Problematisch sind Tätowierungen: Sie stehen laut Polizei „grundsätzlich einer Einstellung entgegen“, wenn sie in Sommerkleidung zu sehen sind. Nur kleine und unauffällige Tattoos sind in Ausnahmefällen erlaubt. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Darüber hinaus sind Bewerber mit ausländischen Wurzeln willkommen. „Wir haben besonderes Interesse an Menschen, die mit ihren Muttersprachen die interkulturelle Kompetenz der Polizei verstärken wollen“, sagt Polizeisprecher Frank Millert. Die Berufschancen nach der Ausbildung sind gut: Alle Polizeischüler sollen übernommen werden.









