Jugend

Peter Scholl-Latour wurde am 9.März 1924 in Bochum als Sohn einer Elsässerin und eines Lothringers geboren. Aufgewachsen ist er zweisprachig und war von 1936 bis 1940 Schüler in einem Jesuitenkolleg im schweizerischen Fribourg. Weil die Eltern wegen des Krieges kein Geld mehr überweisen konnten, beendete er die Schule in Kassel.

Im Krieg

Nach der Freilassung aus dreimonatiger Gestapo-Haft ging er freiwillig als Fallschirmjäger für die Franzosen nach Indochina, wo er bis 1947 kämpfte. Anschließend begann er, für verschiedene Zeitungen in Frankreich, Deutschland und der Schweiz zu schreiben, erst als Reise-Korrespondent und später im Ressort Außenpolitik. Für das ZDF und die ARD berichtete er aus Kriegsgebieten in Afrika, dem Nahen Osten und Asien. Im Jahr 1973 wurde er mit seinem Kamerateam von den Vietcong für eine Woche gefangen genommen. Von 1983 bis 1984 war er Chefredakteur des „Stern“, trat von diesem Amt aber zurück.

Der Autor

Sein erstes Buch „Matata im Kongo“ erschien im Jahr 1961, doch deutschlandweit bekannt wurde er mit „Der Tod im Reisfeld“ (1979), das als erfolgreichstes Sachbuch aller Zeiten gilt. Später schrieb er eine Biografie über Helmut Kohl und Bücher über die islamische Welt („Weltkrise Arabien“), den Nahen Osten („Lügen im Heiligen Land“), die USA („Weltmacht im Treibsand“), zuletzt über die postkoloniale Welt („Die Angst des weißen Mannes“).

Der Spaziergang

Die Reise auf der Landkarte führt von Libyen nach Dänemark und später über Nordkorea und Mali nach Venezuela und Neuseeland.

sök