Ein 59 Jahre alter Arbeiter aus Hamburg ist am Mittwoch auf der Großbaustelle des Hauptstadtflughafens BBI in Schönefeld bei Berlin tödlich verunglückt. Der Mann war nach Polizeiangaben mit Fräsarbeiten im Südpavillon des künftigen Terminals beschäftigt. Aus bisher ungeklärter Ursache stürzte er aus einer Höhe von fünf bis sieben Metern zu Boden. Für den Hamburger kam trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen jede Hilfe zu spät. Der Mann erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Die Kriminalpolizei und das Amt für Arbeitsschutz ermitteln zur Unglücksursache. Es war den Angaben zufolge der dritte tödliche Arbeitsunfall auf der Baustelle.
Die Nachricht vom Tod des Arbeiters erreichte die Flughafengesellschaft während der Grundsteinlegung für das erste Bürogebäude des BBI. "Die Berliner Flughäfen bedauern den tragischen Unglücksfall und drücken den Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus", heiß es in einer Mitteilung. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sagte seine Teilnahme an der Zeremonie aufgrund des Unfalls kurzfristig ab. Flughafen-Chef Rainer Schwarz rief die Gäste zu einer Schweigeminute in dem großen Zelt inmitten der Baustelle auf.
Der Flughafen BBI soll im Juni 2012 in Betrieb gehen.
dpa/dpad/sei


