Fortschritte in der Kriminaltechnik haben dazu geführt, dass jetzt ein Mord nach 17 Jahren aufgeklärt werden konnte. Das Morddezernat, die Kriminaltechnik des Landeskriminalamts und die Staatsanwaltschaft hatten in einem ungelösten Fall ermittelt. Nun führte die Analyse von DNA-Spuren zu einem dringend Tatverdächtigen. Er soll vor Jahren einen Obdachlosen in Berlin getötet haben.

Am Morgen des 20. Mai 1992 wurde der damals 52-jährige wohnungslose Herbert W. auf einer Parkbank im "Kleinen Tiergarten", unweit der Moabiter Turmstraße, tot aufgefunden.

Herbert W., der als Hilfsarbeiter auf Baustellen arbeitete, hatte offenbar die Nacht im Freien verbringen wollen. Das wurde dem Mann zum Verhängnis: Er wurde mit seinem eigenen Zimmermannshammer erschlagen.

An dem Tatwerkzeug konnten damals keine Spuren eines Dritten nachgewiesen werden. Da es auch sonst keine Hinweise auf den Täter gab, liefen die Ermittlungen der Mordkommission zunächst ins Leere.

mim