Die Lokführergewerkschaft GDL hat wie geplant in der Nacht zum Samstag ihren 48-Stunden-Streik bei den Privatbahnen beendet. Damit hat sich der Zugverkehr der Konkurrenten der Deutschen Bahn in Berlin und Brandenburg normalisiert. „Wir fahren seit heute früh um zwei Uhr wieder“, sagte ein Sprecher der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) am Samstag. „Es läuft alles planmäßig und pünktlich. Es gibt keine Ausfälle.“ Während des Streiks waren viele Verbindungen nur von Ersatzbussen bedient worden, beispielsweise in der Lausitz zwischen Cottbus und Forst.
Der sechste Streik binnen sieben Wochen hatte am Donnerstagmorgen begonnen. Die Gewerkschaft fordert einen einheitlichen Tarifvertrag für die 26 000 Lokführer in Deutschland im Regional-, Fern- und Güterverkehr – egal, bei welchem Betreiber sie arbeiten. Mit der Bahn hatte die GDL am Freitag eine Tarifeinigung für die rund 20 000 Lokführer bei dem Staatsunternehmen erzielt. Darin wurde ein Einkommensplus von 2,0 Prozent festgelegt.
Die Verhandlungen für die übrigen 6000 Lokführer bei den Bahnkonkurrenten sind jedoch festgefahren. Die GDL hatte am Freitag bereits angekündigt, nach der Einigung mit der bundeseigenen DB nun den Druck auf die Bahn-Konkurrenten erhöhen. Es drohen weitere Streiks in der kommenden Woche.



