Tarfistreit

Am Naturkundemuseum wird gestreikt

Die rund 60 Angestellten des Berliner Naturkundemuseums fordern eine Erhöhung ihrer Bezüge. Sollte der Warnstreik am Dienstag wirkungslos bleiben, kündigte die Gewerkschaft Ver.di weitere Aktionen an.

Etwa 60 Angestellte des Berliner Naturkundemuseums haben am Dienstagmorgen am Museumseingang protestiert. Mit dem Warnstreik forderten sie den Abschluss eines Tarifvertrages, der den Beschäftigten eine Vergütung auf dem Niveau des öffentlichen Dienstes des Landes sichert, wie der Fachbereichsleiter für Bildung, Wissenschaft und Forschung der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, Norbert Konkol, ankündigte.

Die Gewerkschaft fordert die Zahlung von 65 Euro monatlich rückwirkend zum Juni 2009 sowie die Aufnahme von Tarifverhandlungen zur Übernahme des Tarifvertrages Länder (TV-L) oder des Tarifvertrages des Öffentlichen Dienstes (TVÖD).

Laut Konkol gibt es für die Zahlung der jeweils 65 Euro bisher eine unverbindliche Absichtserklärung für den Dezember, jedoch keine rechtlich bindenden Regelungen. Zudem seien die Mitarbeiter zum 1. Januar 2009 aus der Humboldt-Universität (HU) in eine Stiftung überführt worden. Zu den Angestellten der HU gebe es nun einen Gehaltsunterschied von 8,6 Prozent. Dieser müsse durch die Übernahme eines Tarifvertrages ausgeglichen werden.

Sollte der Warnstreik am Dienstag nicht ausreichen, kündigte Konkol weitere Warnstreiks an.