Bildung

Berliner Senat lehnt weiter Studiengebühren ab

Studieren bleibt in Berlin wohl frei von Gebühren. Wissenschaftssenator Zöllner (SPD) steht weiterhin zu seiner Position, dass diese Maßnahme sonst eine "soziale Selektion" wäre.

Der Berliner Senat lehnt die Einführung von Studiengebühren in Berlin weiter ab. Studiengebühren bedeuteten einen erheblichen finanziellen Mehraufwand für Studierwillige, sagte Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD) am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus. Hierdurch würden vor allen Bewerber aus einkommensschwachen Elternhäusern abgeschreckt, die sich insbesondere für die Studienfächer in Ingenieurs- oder Naturwissenschaften interessierten.

Diese „soziale Selektion“ wäre ein „vollkommen falsches Signal“, betonte Zöllner. Daher habe der Senat Studiengebühren immer abgelehnt und tue dies auch weiter. Dies habe in der Vergangenheit die Attraktivität des Studienstandortes Berlin „deutlich erhöht“. Auch würden sich immer mehr Bundesländer dieser Haltung anschließen.

Zöllner lehnte auch sogenannte nachgelagerte Studiengebühren ab. Diese seien ebenfalls kein sinnvolles Instrument, um Studienbedingungen zu verbessern. Nach dem am Wochenende beschlossenen Wahlprogramm der FDP sollen Hochschulen das Recht erhalten, Studienbeiträge in Höhe von 500 Euro je Semester zu erheben.