Zum sechsten Mal in sieben Wochen streiken die Lokführer der großen Konkurrenzfirmen der Deutschen Bahn (DB) im Regionalverkehr. In der Region Berlin-Brandenburg müssen sich Kunden der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (Odeg) bis späten Freitagabend auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Der Warnstreik begann am frühen Donnerstagmorgen und soll 48 Stunden bis Samstagfrüh um 2 Uhr dauern, wie die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) mitteilte. Nicht betroffen sind die Züge der Deutschen Bahn und die Berliner S-Bahn.
Bei der Odeg litten mehrere Verbindungen in der Region Berlin-Brandenburg unter dem Streik. Teilweise konnten die Fahrgäste auf die S-Bahn ausweichen oder es wurden Ersatzbusse bereitgestellt. Auf der Odeg-Linie OE 25 von Berlin-Lichtenberg nach Werneuchen im Nordosten der Hauptstadt fahren Züge bis Streik-Ende nur zwischen Ahrensfelde und Werneuchen, wie das Unternehmen berichtete. Zwischen Beeskow und Frankfurt (Oder) wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, ebenso zwischen Erberswalde und Frankfurt (Oder). Die Odeg-Linie Eberswalde-Angermünde-Prenzlau nördlich von Berlin fiel ersatzlos aus.
Die Streikbeteiligung sei hoch gewesen, sagte der GDL-Vorsitzende Berlin-Sachsen-Brandenburg, Frank Nachtigall. Mit der Arbeitsniederlegung will die GDL gleiche Einkommen und Arbeitsbedingungen für die etwa 26.000 Lokführer in Deutschland erzwingen, unabhängig vom Arbeitgeber. Dies soll in einem Rahmentarifvertrag festgeschrieben werden.
dpa/sei



