Der 48-stündige Streik der Lokführergewerkschaft GDL beeinträchtigt am Donnerstag den Verkehr der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (ODEG) mbH in Berlin und Brandenburg. Wegen des Ausstands kommt es laut ODEG zu Verspätungen und auch zu Zugausfällen. Nicht betroffen sind die Regionalbahnen der Deutschen Bahn AG und die Berliner S-Bahn. Der GDL-Vorsitzende Berlin-Sachsen-Brandenburg, Frank Nachtigall, sagte am Morgen, die Streikbeteiligung sei hoch. Der am Donnerstag um 2 Uhr begonnene Streik soll 48 Stunden dauern.

Mit dem Ausstand will die GDL unabhängig von deren Arbeitgeber gleiche Arbeitsbedingungen für die etwa 26.000 Lokführer in Deutschland bewirken. Vom Arbeitskampf betroffen sind bundesweit 20 regionale Anbieter – darunter die großen fünf Bahn-Wettbewerber Abellio, Netinera, Benex, Veolia und Hessische Landesbahn.

Fahrgäste sollten sich vor Fahrtantritt am ODEG-Servicetelefon unter 030 / 514 88 88 88 informieren. Am Samstag würden voraussichtlich alle Züge wieder planmäßig verkehren.

Die Bahngesellschaft, ein Konkurrent zur Deutschen Bahn (DB), versuchte mit Bussen die Fahrgäste dennoch an ihre Ziele zu bringen. So fahren am Donnerstag zwischen Beeskow und Frankfurt (Oder) sowie Eberswalde und Frankfurt (Oder) Busse. Zwischen Ahrensfelde und Berlin-Lichtenberg sollen die Fahrgäste die S-Bahn S7 nutzen, zwischen Königs Wusterhausen und Berlin-Schöneweide die S46. Zwischen Fürstenwalde und Bad Saarow sollen die Fahrgäste auf die Buslinien 430 und 431 umsteigen. Die Auswirkungen auf den Zugverkehr in der Lausitz waren am Morgen noch nicht absehbar.

dpa/sei