Ein 31 Jahre alter Terrorhelfer aus Berlin muss für ein Jahr und zehn Monate ins Gefängnis. Das Berliner Kammergericht verurteilte ihn am Mittwoch wegen Unterstützung terroristischer Vereinigungen im Ausland. Der sechsfache Familienvater aus Berlin-Kreuzberg hatte in dem Prozess gestanden, Ende 2009 rund 1400 Euro an Repräsentanten der terroristischen Vereinigungen Islamische Dschihad-Union (IJU) und Deutsche Taliban Mudschahedin (DTM) gespendet zu haben. Für das Geld sollten Waffen für die Taliban beschafft werden.
Der 31-Jährige legte ein Geständnis ab und distanzierte sich vom Terrorismus. Er sprach von einem Irrweg. Sich selbst bezeichnete der Arbeiter als gläubigen Muslim.
Bereits im März hatte das Kammergericht gegen die Frau des Anführers der islamistischen „Sauerland-Gruppe“, Fritz Gelowicz, wegen ähnlicher Delikte zweieinhalb Jahre Haft verhängt. Fritz Gelowicz war im März 2010 in Düsseldorf zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte mit der „Sauerland“-Gruppe Anschläge in Deutschland geplant, sich aber in seinem Prozess ebenfalls vom Terrorismus losgesagt.
dpa/sei


