Das Sachverständigen-Gutachten zum tragischen Unfall eines polnischen Reisebusses am Schönefelder Kreuz vor fast zwei Monate hat vorerst keine Klarheit gebracht. Zum Inhalt wollte die Staatsanwaltschaft Potsdam am Freitag keine Angaben machen. „Das Gutachten hat Fragen aufgeworfen, die noch zu klären sind“, sagte ein Behördensprecher.
Bei dem Unfall am 26. September waren 14 Menschen getötet und 35 verletzt worden, darunter zwei Insassen eines beteiligten deutschen Wagens. Gegen dessen Fahrerin ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung. Die Frau hat laut Behörde bislang keine Angaben gemacht.
Der Bus mit 49 Insassen - Mitarbeiter des Forstamtes Zlocieniec und deren Angehörige sowie zwei Busfahrer - war auf einer Urlaubsrückreise in Brandenburg unterwegs. Auf der Autobahn 10 prallte der Wagen gegen einen Brückenpfeiler. Vorausgegangen war ein Zusammenstoß mit dem Auto einer 37-Jährigen, die bei der Berliner Polizei tätig ist. Sie wurde bei dem Unfall ebenfalls verletzt.
Die Verletzten waren auf Krankenhäuser in Berlin und Brandenburg verteilt worden. Einige Unfallopfer starben dort aufgrund ihrer schweren Verletzungen. Erst Anfang November konnten die letzten Unfallopfer die Kliniken verlassen und in die Heimat zurückkehren.
dpa/mim


